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Donnerstag, 14.09.2017

Wartehäuschen soll weg, Naturstein aber bleiben

Trotz des Rettungsversuchs von Bauunternehmer Ingolf Brumm, schlägt die Verwaltung den Abriss vor. Entscheidung naht.

Von Marcus Herrmann

VGM-Haltestelle in Meißen-Bohnitzsch.
VGM-Haltestelle in Meißen-Bohnitzsch.

© Claudia Hübschmann

Meißen. In seiner Sitzung am kommenden Mittwochabend hat der Bauausschuss auch über das weitere Vorgehen bezüglich der Buswartehalle „Meißen Baumschule“ in Bohnitzsch zu entscheiden. Im Beschlussvorschlag heißt es, dass der auf privatem Grundstück befindliche, schadhafte Bushalt an der B 101 gegenüber der Zufahrt zur ehemaligen Kaserne Bohnitzsch, aus Gründen der Verkehrssicherheit zu sperren und zeitnah abzureißen sei. Allerdings möchte die Stadt das Natursteinmaterial, aus dem die Säulen der Haltestelle bestehen, für eine Wiederverwendung bergen und „dem Eigentümer die nach Abschluss der Arbeiten zu begrünende Fläche in dessen Gebrauch zurückzugeben.“

Die SZ hatte bereits mehrfach über die bei vielen Meißnern beliebte, weil besonders aussehende, Bushaltestelle berichtet. Zuletzt hatte Bauunternehmer Ingolf Brumm sogar angeboten, das Wartehäuschen auf eigene Kosten zu sanieren. Allerdings existiert seit Ende 2015 ein Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan „Gewerbegebiet Meißen Nord, Teil 2“. Dieser spricht sich für eine Weiterentwicklung des ehemaligen Kasernenstandortes aus, verbunden mit dem Ausbau der Einmündungen und Zufahrten von der B 101 in das mehr als 16 Hektar umfassende Gewerbegebiet.

Eine Bushaltestelle am derzeitigen, eigentumsrechtlich ungeklärten Standort ließe laut Verwaltung „erhebliches Konfliktpotenzial erwarten“. Eine Instandsetzung erscheine daher als nicht angebracht. Nun entscheiden die Ausschussmitglieder.