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Donnerstag, 04.07.2013 Pirna

Warnstreik bei der FEP

Die Geschäftsführung sieht keinen Grund für Verhandlungen mit der Gewerkschaft.

Von Alexander Müller

Vor der Zufahrt zur FEP demonstrierten gestern Mitarbeiter.Foto: Alexander Müller
Vor der Zufahrt zur FEP demonstrierten gestern Mitarbeiter.Foto: Alexander Müller

Wie angekündigt, gab es gestern einen Warnstreik bei der Fahrzeugelektrik Pirna (FEP). Die IG Metall setzt sich für einen Haustarifvertrag ein. „Wir haben keine utopischen Forderungen und wollen den Betrieb auch nicht zerstören oder Arbeitsplätze gefährden“, erklärte Willi Eisele, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Dresden. Bisher habe die Geschäftsführung der FEP aber auf keine der Anschreiben und Aktionen im Vorfeld entsprechend reagiert. Sollte das weiterhin der Fall sein, so sei nach der Urlaubszeit eine Urabstimmung und somit ein echter Streik möglich.

FEP-Geschäftsführer Wolfgang Osterode kann dieses Vorgehen der Gewerkschaft nicht nachvollziehen, wie er der SZ gegenüber erklärte. Man habe eine eigene Betriebsvereinbarung zu den Löhnen und Gehältern, deren Niveau über dem vieler anderer vergleichbarer Betriebe liege. Die IG Metall sei in vielen Dingen schlecht informiert, warum er sie nicht als Verhandlungspartner sehe. Man sei viel eher mit dem Betriebsrat und der Belegschaft im Gespräch. „Wir blocken nichts.“ Dass die Gewerkschaft im Betrieb keinen wirklich großen Rückhalt habe, zeige auch die relativ geringe Beteiligung am Warnstreik.