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Wallrodaer Radweg oberste Priorität

Mit einem Gespräch im Landtag hat die Bürgerinitiative erneut Druck gemacht. Ein grober Baubeginn steht nun fest.

07.10.2017
Von Nadine Steinmann

r Radweg oberste Priorität

© dpa

Arnsdorf. Zuletzt war der Arnsdorfer Jörg Fernbach sauer. Sauer, weil die Terminkette zur Realisierung des geplanten Radwegs zwischen Arnsdorf und Wallroda schon wieder gesprengt wurde. Nun ist der Vorsitzende der Arnsdorfer Bürgerinitiative wieder guter Dinge. Denn gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Aloysius Mikwauschk (CDU) hat er vor wenigen Tagen einen Gesprächstermin im Sächsischen Landtag organisiert. Eingeladen waren neben Arnsdorfs Bürgermeisterin Martina Angermann und Gemeinderat Lars Werthmann auch wichtige Entscheidungsträger des Freistaates und des Landkreises. Gemeinsam wollte man den aktuellen Sachstand zum Ausbau des Radweges erörtern.

Ausgangspunkt der Bürgerinitiative war die Tatsache, dass der Radweg seit mittlerweile 20 Jahren geplant ist. Seit Juli des vergangenen Jahres liegen nun überarbeitete Planungsunterlagen bei der Landesdirektion Sachsen. Die Realisierung des gerade einmal vier Kilometer langen Radwegs entlang der Staatsstraße S159 gestaltet sich dabei insbesondere bei der Ableitung des Oberflächenwassers problematisch. Erschwerend kam in den vergangenen Jahren die fehlende Zustimmung einiger Grundstückseigentümer hinzu.

Doch zumindest das letztgenannte Problem ist seit einiger Zeit behoben. Deshalb kritisierten der Landtagsabgeordnete und Jörg Fernbach während des Gesprächs, dass derzeit das Projekt erneut von den verantwortlichen Behörden nur halbherzig vorangetrieben wird. Dabei wolle man lediglich die Verkehrssicherheit für Radfahrer und insbesondere die Schulwegsicherheit für Kinder, die von Arnsdorf mit dem Rad an die Radeberger Oberschule oder ans Gymnasium fahren, verbessern. Die mahnenden und kritischen Worte haben offenbar Gehör gefunden, denn von Seiten des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit wurde die Priorisierung des geplanten Radweges nun in die höchste Kategorie A bestätigt.

Beide Initiatoren der Beratung zeigen sich deswegen nun zufrieden. Anfang des Jahres 2018 sollen die veränderten wasserrechtlichen Planungen vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr vorgelegt werden, die dann der Unteren Wasserbehörde beim Landratsamt Bautzen und der Landesdirektion Sachsen zur Prüfung zugeschickt werden. Diese Vorgehensweise wurde nach Angaben von Aloysius Mikwauschk mit allen Beteiligten der Beratung besprochen und zustimmend zur Kenntnis genommen. Ein Baubeginn könnte somit Anfang 2019 endlich erfolgen.