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Freitag, 14.11.2014 SZ-Kolumne „Was soll das?“

Vorfahrt für Elefanten

Schon vor Hunderten Jahren gab es Fernfahrer. In Sachsen-Anhalt wurde jüngst eine historische Raststätte entdeckt. Doch was würden Archäologen schlussfolgern, wenn sie irgendwann einen Rastplatz von heute ausbuddeln?

Von Thomas Bärsch

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Was entdecken Archäologen, wenn sie in Hunderten Jahren einmal eine Autobahn von heute ausgraben?
Was entdecken Archäologen, wenn sie in Hunderten Jahren einmal eine Autobahn von heute ausgraben?

© dpa

Archäologen haben in Sachsen-Anhalt die Überreste einer mittelalterlichen Fernfahrer-Raststätte entdeckt. Auf dem Rastplatz gab es neben Parkflächen viele Verkaufseinrichtungen. Zwar lässt sich nicht mehr rekonstruieren, was die Dorfbewohner dort verkauften, aber sie müssen sehr reich gewesen sein, denn an Raststätten ist alles immer sündhaft teuer.

Glücklicherweise konnten die Fernfahrer den Preis mancher Waren senken, indem sie einen der begehrten Wertbons aus dem Einlassautomaten der Toiletten einlösten. Die Bons durften auch gesammelt und an jeder anderen Raststätte in Zahlung gegeben werden.

Besonders beeindruckt waren die Archäologen von den tiefen Spurrinnen in der Fahrbahn. Einige Forscher schließen daraus, dass seinerzeit auf der Autobahn ziemlich schnell gefahren wurde. Andere vermuten, es habe einfach jahrelang keiner was an der Straße gemacht. Dagegen gelten die auf der Überholspur gefundenen Stoßzähne als sicherer Beleg dafür, dass bei den Brummifahrern schon damals Elefantenrennen sehr beliebt waren.

Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

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  1. Boner

    Auf der A4 wurde mir nach Toilettengang ein Bonbon als Bon angeboten. Und das deshalb, weil ich der Toilettendame als Bon eine Bonboniere schenkte. Nicht umsonst sagen die Franzsen für "gut" "bon". Ich garantiere für "Bonitäterätätät". Bekomme ich nun einen "Bon"us von der SZ für das demnächst erscheinened Buch "Bonbon Bärsch"? Bon, wa? Und ich fahre gerne nach Bon(n).- Ach so, Ärcheologogen vermuten, dass aus den Resten der durch lange Lagerung konsumierten Hinterlassenschaften von Elefanten wegen der Form (und des Geschmacks?) die heutigen Form von Pfefferkuchen entstand.

  2. Didi

    Hihi, feiner Artikel :) Ich erinnere mich immer gern an die Rastplätze im Osten der 90er Jahre zurück, Dixieklos und ein Imbiss aus Campingwagen.

  3. Oller Sack-se

    Ja, lieber Herr Didi, auch ich erinnere mich gerne an diese Speisegaststätten neben den Dixi-Klos. Und der Verkäufer rief: "Heeße Wirschtl, heeße Wirschtl". Und ich rief zurüc: "Heeße Manfred, heeße Manfred." Bei einer späteren Fahrt hielt ich auch wieder dort an, um eener Potschoohn Heese Wirschtl ze verkonumiern. Der gleiche Verkäufer rief wieder sein "Heeße Wirschtl." Aber da er ganz heiser war, fragte ich ihn, Hee, hammse Boliebn? " Seine Antwort: "Nee, blos Heeße Wirschtl" Blos dr Bautzner Semf war alle, den hamm de Leid ge(fr)(g)essen wie Eis. Da kam Herr Bärsch mit seim Rad, de Heeßn warn alle. Oh, wie schad`. Da fuhr Herr Bäesch dann weiter und sachte" ze seim Begleider": So`nen Sch...,dann fahrsch ähmde weiter". Ja, Heeßes Wirschtl in den Mund und du bleibsd zeitlähms gesund. Wie wärsch, Herr Bärsch, mit Eierkuchen, und dadruff Semf, solldnse ma versuchn". Das schmeggd, als häddn Engl dich gekissd.--- Ich her jedse uff mit diesn Misd.

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