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Mittwoch, 24.05.2017

Vorerst kein Straßenbau zwischen Pirna und Lohmen

Die geplante Fahrbahnerneuerung wird verschoben. Das zuständige Landesamt reagiert damit auf eine Bitte des Landratsamtes.

Die Fahrbahn der Straße von Pirna nach Lohmen sollte erneuert werden. Wohl auch, weil dort ein Unfallschwerpunkt ist.
Die Fahrbahn der Straße von Pirna nach Lohmen sollte erneuert werden. Wohl auch, weil dort ein Unfallschwerpunkt ist.

© Marko Förster

Pirna/Lohmen. Die vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) im Juli und August 2017 geplante und mit dem Landratsamt Pirna abgestimmte Deckenbaumaßnahme für die dringend sanierungsbedürftige Staatsstraße S 164 muss verschoben werden. „Das Lasuv hat die entsprechende Ausschreibung der Bauleistungen aufgehoben und kommt damit einer aktuellen Bitte des Landratsamtes Pirna nach“, sagte Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert am Mittwochvormittag.

Die durch zahlreiche innerstädtische Baustellen der Stadt und der Stadtwerke Pirna angespannte Verkehrssituation auf der B 172 und zusätzlich durch die Vollsperrung der Kreisstraße durch Krietzschwitz ist die Tourismusregion Sächsische Schweiz nur schwer erreichbar. Die rechtselbische Entlastungsstrecke über die S 164 sei insbesondere in den Sommerferien als Umleitung und Ausweichroute für alle Pendler und Urlauber wichtig.

Sanierung nicht vor 2019

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat für 2018 weitere Baumaßnahmen angekündigt, die eine erneute Nutzung der S 164 als Umleitungsstrecke erforderlich macht, sodass eine Sanierung der S 164 zwischen Pirna und Lohmen nicht vor 2019 realistisch sein dürfte. „Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr bittet alle Anlieger und Nutzer der S 164 um Verständnis für die nun vorerst ausbleibende Fahrbahnerneuerung. Das Landratsamt wird die Fahrbahn inzwischen mit Instandhaltungsleistungen in einem nutzbaren Zustand halten, Zusatzbeschilderungen zur Warnung vor Aquaplaning seien geplant“, teilte Isabel Siebert mit.

Die Stadt Pirna und der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hatten 2013 eine Reihe starker Schäden an Straßen, Brücken und Entwässerungseinrichtungen aus dem Juni-Hochwasser registriert. Zur Hochwasserschadensbeseitigung hatten Bund und Freistaat einen Wiederaufbaufonds aufgelegt, die damit zur Verfügung gestellten Mittel sollen bis Mitte 2019 abgerechnet werden. (szo)