Donnerstag, 14.02.2013

Vorbereitungen zur Ausgabe neuer Fünf-Euro-Scheine laufen

Frankfurt/Main. Die Vorbereitungen zur Ausgabe der neuen Fünf-Euro-Scheine laufen auf Hochtouren. „Wir sind auf die Einführung der neuen Stückelung gut vorbereitet“, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele am Donnerstag in Frankfurt.

Vom 2. Mai 2013 an wollen die Zentralbanken der 17 Eurostaaten den neuen Fünfer unters Volk bringen - insgesamt drei Milliarden Stück. Der neue Fünfer ist der erste der zweiten Generation der Euro-Scheine („Europa-Serie“) seit Einführung des Euro-Bargelds 2002. Die alten Noten bleiben gültig und werden sukzessive aus dem Verkehr gezogen.

Der überarbeitete Zehner ist schon in der Pilotproduktion. Er soll nach bisherigen Plänen 2014 vorgestellt werden, für 2015 ist der neue 20er vorgesehen. Nach und nach wollen die Währungshüter so alle Euro-Banknoten in Sachen Sicherheit auf den neuesten Stand bringen, um im Wettlauf mit Geldfälschern weiter die Nase vorne zu haben.

Thiele betonte: „Die aktuellen Falschgeldzahlen sind nicht der Grund für die Einführung.“ 2012 brachten Geldfälscher in Deutschland zwar mehr Blüten in Umlauf als im Vorjahr. Aus dem Verkehr gezogen wurden gut 41.500 (Vorjahr: 39.000) gefälschte Euro-Scheine. Weil Kriminelle zunehmend auf kleine Scheine wie den 20er setzen, blieb der Gesamtschaden aber mit 2,2 Millionen Euro fast exakt auf dem niedrigen Vorjahresniveau (2,1 Mio Euro). Weltweit tauchten laut Europäischer Zentralbank (EZB) 531.000 (606.000) Blüten auf. Gesamtschaden im vergangenen Jahr: 26 (29,9) Millionen Euro.

Seit 2005 tüftelten Währungsexperten an neuen Sicherheitsmerkmalen wie verändertem Wasserzeichen und Hologrammband. Der neue Fünfer ist zudem etwas dicker und schwerer als der derzeitige: Ein Speziallack soll die Note, die häufig den Besitzer wechselt, haltbarer machen. Derzeit beträgt die Lebensdauer eines Fünf-Euro-Scheins weniger als ein Jahr. Ein 20er hält knapp zwei Jahre, ein 50er drei bis vier Jahre. „Wir versprechen uns von der Lackierung eine Erhöhung der Lebensdauer um 20 bis 25 Prozent“, erklärte Thiele.

Etwa acht Cent kostet die Herstellung einer Banknote laut Bundesbank im Schnitt, die kleinen Scheine seien tendenziell günstiger. Hergestellt wurden die neuen Fünfer von Druckereien in Frankreich, Italien, Spanien, Österreich und Griechenland. Welches Euroland für welchen Anteil der Banknotenherstellung zuständig ist, legen die Euro-Notenbanken jedes Jahr gemeinsam fest. (dpa)

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