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Montag, 16.04.2018

Von der A 17 ins Gefängnis

Zwei verurteilte Straftäter zahlten ihre noch offenen Geldstrafen nicht und sitzen nun hinter Gittern.

© dpa

Pirna. Vier mit Haftbefehl gesuchte Personen hat die Bundespolizei übers Wochenende an der Autobahn aus dem Verkehr gezogen. Zudem haben die Beamten im Rahmen der grenzpolizeilichen Fahndung insgesamt 34 Personen festgestellt, die wegen verschiedenster Delikte durch in- und ausländische Behörden gesucht wurden.

Am Freitag stellte sich bei einem 33-jährigen Bulgaren heraus, dass der wegen Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen zu einer Geldstrafe über 1 170 Euro verurteilt wurde. Da er die noch offene Geldstrafe nicht bezahlen konnte, verbüßt er jetzt eine 30-tägige Ersatzfreiheitsstrafe in der JVA Dresden. Am Sonntagmorgen ging es für einen 29-jährigen Slowaken auf direktem Weg in die Justizvollzuganstalt nach Dresden. Der 29-Jährige wurde bereits im Jahr 2014 wegen Gefährdung des Straßenverkehrs zu einer Geldstrafe von 2.946,75 Euro verurteilt, hatte diese aber bisher nicht bezahlt. Da er die Strafe auch jetzt nicht bezahlte, verbüßt er eine 65-tägige Ersatzfreiheitsstrafe.

Sonntagmittag stellte sich bei einem 34-jährigen Rumänen heraus, dass der wegen fahrlässiger Körperverletzung zu 551 Euro Geldstrafe verurteilt war. Ein 29-jähriger Bulgare hatte wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis noch eine Strafe über 408,50 Euro zu zahlen. Beide konnten ihre Reise aber fortsetzen, nachdem sie die noch offenen Geldstrafen bezahlt hatten.

Bereits am Donnerstagabend kontrollierte die Bundespolizei auf der A 17 einen Kleintransporter in Fahrtrichtung Prag. Da der Fahrer (29) bereits in Vergangenheit mehrfach wegen Eigentumsdelikten polizeilich in Erscheinung getreten war, entschieden sich die Beamten, die Ladung des Transporters, die offensichtlich nur aus Sperrmüll bestand, etwas genauer zu untersuchen. Unter dem Sperrmüll fanden die Beamten insgesamt fünf E-Bikes. Bei der Überprüfung im polizeilichen Fahndungssystem kam heraus, dass zwei Fahrräder im Raum Essen und Löningen als gestohlen gemeldet wurden.

Weiterhin befanden sich an vier Fahrrädern noch die verschlossenen Schlösser, für welche der 29-jährige Rumäne auch keine Schlüssel vorweisen konnte. Die E-Bikes wurden sichergestellt und gegen den 29-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Hehlerei eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen führt nun die Polizei Sachsen. (szo)