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Donnerstag, 24.01.2008

Vom Schulbus überrollt: Kati außer Lebensgefahr

PLAUEN/SCHÖNECK - Nachdem ein Schulbus in Schöneck die kleine Katharina Schiller überrollt hatte (Morgenpost berichtete), ist die Fünftklässlerin jetzt außer Lebensgefahr.

Auf der Intensivstation des Plauener Vogtlandklinikums kämpfte sie allerdings auch gestern noch mit starken Schmerzen. Mama Gabriele (48) wacht seit dem lebensgefährlichen Unfall am Bett ihrer Tochter. Katis linkes Bein, mit Schrauben und Drähten geflickt, liegt auf einer Schiene unter der Decke. Die Schülerin: „Es tut immer noch sehr weh. Der Doktor weiß noch nicht, wann ich heim kann.“ Wahrscheinlich werden Monate in der Physiotherapie vergehen, ehe Kati wieder laufen und Ski fahren kann.

Weil für die rund 30 Kinder zu wenig Sitzplätze vorhanden waren, drängelten sich die Schüler am Morgen an der Haltestelle. Dabei war Kati aus Versehen vor den Bus geschubst worden. Nun macht Mutter Gabriele der Schulbehörde schwere Vorwürfe: „Ich hatte mich schon vor dem Unfall beim Gymnasium beschwert. Aber die sagten nur, es wäre auch in Ordnung, wenn die Kinder im Bus stehen. Dabei wiegt der Ranzen schon allein zehn Kilo.“

Platznot im Schulbus? Der Landrat sieht da offenbar keinen Handlungsbedarf. Sprecherin Kerstin Büttner (48): „Eine Verordnung gibt es dazu nicht.“ fle