Samstag, 01.12.2012

Vogtland: Schon 61 Aufbrüche

Die Polizei schlägt Alarm: Seit drei Wochen terrorisiert eine Autoknackerbande Auerbach und Falkenstein. Schon 61 Aufbrüche, 30000 Euro Schaden: „Wir haben unsere Fahndung verstärkt, um die Täter zu fassen“, erklärte Polizeisprecher Jan Meinel (40). „Aber wir sind auch auf Hinweise der Bevölkerung angewiesen.“

So schnell geht das: Ein Schauspieler stellt die Autoeinbrüche von Auerbach und Falkenstein nach. Die Polizei hofft auf weitere Zeugenhinweise. Foto: Meinhold
So schnell geht das: Ein Schauspieler stellt die Autoeinbrüche von Auerbach und Falkenstein nach. Die Polizei hofft auf weitere Zeugenhinweise. Foto: Meinhold

Auerbach. Die Täter klauten bisher 36 Navis, drei Geldbörsen und zwei Handtaschen. Jan Meinel: „Das zeigt, wie wichtig es ist, alle Wertsachen aus dem Auto zu entfernen. Noch besser ist ein leeres und offenes Handschuhfach.“

Die Autoknacker sind im gesamten Stadtgebiet unterwegs, schlagen sogar am Tage zu. „Wir vermuten, dass es sich um ein Täter-Netzwerk handelt, das in wechselnder Besetzung auf Beutezug geht“, sagt der Polizeisprecher. Um die Ganoven zu schnappen, gehen neben Polizisten aus Auerbach Kollegen aus Zwickau im Göltzschtal auf Streife. Die Verstärkung hat Polizeipräsident Jürgen Georgie (56) angeordnet.

Um zu zeigen, wie schnell solche Einbrüche passieren, durften zwei Polizei-Helfer jetzt vor einer MDR-Kamera Einbrüche simulieren. Das VW-Autohaus Meinhold stellte dazu einen Golf und einen Polo zur Verfügung. Jan Meinel: „Vom Einschlagen mit Glashammer bis zum Rausreißen des Navis dauert es 30 Sekunden. Und der Knall ist noch nicht mal laut.“

Wie schnell das geht, erlebte Steffen Poley (23) am eigenen Leib: „Mein Polo stand nachts vor der Tür, ich habe nichts gehört.“ Die Täter nahmen sein Navi mit, Poley blieb auf 300 Euro Kosten sitzen und ist sauer: „Ich finde die Serie zum Ko... Hoffentlichschnappt die Polizei die Täter ganz schnell.“ (bri)

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