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Dienstag, 29.01.2013

Vier Tote bei Überschwemmungen in Australien

Wasser überall - schwere Unwetter verwandeln in Nordostaustralien Flüsse in reißende Ströme. Tausende Menschen sitzen in Notunterkünften. Brisbane zittert.

Sydney. Monstersturm Oswald hat mit seinen Ausläufern mehr als 700 Kilometer der australischen Nordostküste unter Wasser gesetzt. Auch am Dienstag regnete es in weiten Teilen wieder in Strömen. Orkanböen peitschten die Gischt über Uferpromenaden. Vier Menschen kamen in den vergangenen Tagen ums Leben, zuletzt wurde ein Dreijähriger am Montag von einem umstürzenden Baum erschlagen.

Zehntausende Haushalte waren ohne Strom. Tausende Menschen harrten in Notunterkünften aus. Mindestens 2.500 Häuser waren überflutet. «Es ist, als sei ihnen das Herz herausgerissen worden, viele haben alles verloren», sagte der Chef der Rettungsdienste im Bundesstaat Queensland, Jack Dempsey. «Sie können sich nur noch gegenseitig trösten.»

In Bundaberg mit 70.000 Einwohnern herrschte weiter Alarmstufe rot. Die Stadt war von der Außenwelt abgeschlossen. Der Fluss Burnett brach alle Hochwassermarken. Gefährlich war vor allem die Strömung des Wassers. «Wir fürchten, dass die Häuser von ihren Fundamenten gerissen und fortgespült werden», sagte Queenslands Premierminister Campbell Newman dem Sender SkyNews.

Bis spät in die Nacht waren 14 Hubschrauber im Einsatz. Sie zogen mehr als 1.000 Menschen an Seilwinden hoch und brachten sie in Sicherheit, darunter die Patienten des Krankenhauses.

Auch die Zwei-Millionen-Stadt Brisbane und Ortschaften weiter südlich waren in Alarmbereitschaft. Eine Wasseraufbereitungsanlage fiel aus. Die Erinnerungen an die verheerenden Überschwemmungen vor zwei Jahren sind noch frisch. Der Fluss in der Innenstadt trat zwar über die Ufer. Aber das Wasser stieg zunächst nicht so rasant wie befürchtet, sagte Bürgermeister Graham Quirk. Damals standen 20.000 Häuser unter Wasser. (dpa)

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