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Mittwoch, 16.05.2018

Vielen Dank für die Schnittchen

Mit diesem Satz haben die Laienspieler die Lacher auf ihrer Seite. In einem Sketch danken sie dem Schulverein. Dessen Zukunft jedoch ist ungewiss.

Von Heike Heisig

Bei inzwischen jedem Theaterabend, der ebenso auf eine Initiative des Schulvereins Peter Apian zurückgeht, ist die Laienspielgruppe mit dabei. Gern übernahmen die Darsteller deshalb auch ein Dankeschön für die Unterstützung der Förderer.
Bei inzwischen jedem Theaterabend, der ebenso auf eine Initiative des Schulvereins Peter Apian zurückgeht, ist die Laienspielgruppe mit dabei. Gern übernahmen die Darsteller deshalb auch ein Dankeschön für die Unterstützung der Förderer.

© DA-Archiv/Dietmar Thomas

Leisnig. Ihren Rückblick auf das Arbeitsjahr 2017 hat Ulrike Hünerfauth, die Vorsitzende des Schulvereins Peter Apian, zur Hauptversammlung am Montagabend kurz gehalten. Immerhin hatte sie ihre Mitstreiter noch eingeladen, mit ihr im Anschluss auf das 25-jährige Bestehen des Vereins anzustoßen und sich mit belegten Brötchen zu stärken. Die vor dem Verein liegende Arbeit wird anstrengend – selbst wenn die bisher erzielten Ergebnisse nicht zu verachten sind.

Auch ihrer Arbeit schreiben die Förderer zu, dass im vergangenen Schuljahr seit langer Zeit erstmals wieder drei fünfte Klassen gebildet werden konnten. Damit habe sich auch ihr Engagement ausgezahlt, findet die Vereinsvorsitzende. Für das laufende Jahr kündigte sie an, dass alles beim Alten bleiben soll. „Wir können nicht ständig etwas Neues aus dem Hut zaubern“, sagte sie. Das scheint auch unnötig. Was der Verein anbietet, wird genutzt und gern angenommen. Dazu gehören die Zuschüsse zu Klassenfahrten wie der auf die Nordseeinsel Wangerooge oder Geschenke für die Schüler der Abschlussklassen. Erfolgreich läuft auch ein neues Projekt: Roberta. Bei dem werden vor allem Mädchen motiviert, sich mit dem Programmieren zu beschäftigen. Aber auch Jungs dürfen sich darin versuchen und beweisen. „Zeitweise über 60 Schüler haben sich dafür interessiert“, sagte die Vorsitzende. Das habe den Projektleiter Michael Willig an seine Grenzen gebracht. Mehrere Tausend Euro hat der Verein aus der eigenen Kasse und über Spenden für Roberta zur Verfügung gestellt. Von ersten Wettbewerben sind Teilnehmer aus Leisnig erfolgreich zurückgekehrt. Die nächste Herausforderung steht am 2. Juni an, wenn die Apianschüler sich mit Teams aus aller Welt messen.

An seine Grenzen wird aber auch bald der Vorstand stoßen, prognostizierte Ulrike Hünerfauth in ihrem Ausblick. Wie sie sagt, stehe der Vorstand bei manchen Aktionen nahezu allein da. Als Beispiel nannte sie das Blütenfest. Zu dem seien die Vorstandsmitglieder mit Vor- und Nachbereitung drei Tage im Einsatz gewesen, lediglich durch eine Mutter und eine Zehntklässlerin unterstützt. „Das schaffen wir nicht mehr lange. Es muss uns gelingen, weitere Mitstreiter von unserer Arbeit zu überzeugen und vor allem dafür zu begeistern“, appellierte die Chefin der Förderer, die dieses Amt seit neun Jahren innehat. Sie denkt dabei an ehemalige Apianschüler und auch an Eltern derzeitiger Schüler. Die halten sich mit aktiver Mitarbeit im Moment zurück. Doch deren Mitarbeit ist nach dem Sommer umso wichtiger. „Dann hat keines der Vorstandsmitglieder mehr Kinder an dieser Schule“, so Ulrike Hünerfauth. Die Werbung von Mitgliedern bezeichnete sie daher als vordringliche Aufgabe für die nächsten Monate, damit es den Verein nicht unbedingt 25 Jahre, aber zumindest die nächsten fünf Jahre noch gibt.

Dass dessen Unterstützung auch die Schüler selbst nicht missen wollen, stellte auf bestmögliche Art und Weise die Laienspielgruppe dar. „Danke für die Schnittchen und vieles andere mehr“ sagten die Schüler in einem Sketch, der unterhaltsam war und die Bandbreite der erfolgreichen Vereinsarbeit in wenigen Minuten auf den Punkt brachte.