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Samstag, 13.01.2018

Viele Preisträger an einem Abend

Arnsdorfs Bürgermeisterin lud zum Neujahrsempfang und ehrte besonders engagierte Bürger.

Von Nadine Steinmann

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Bürgermeisterin Martina Angermann hatte am Donnerstagabend die Arnsdorfer in das Fischbacher Kulturhaus eingeladen, um gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen. Ihrer Einladung folgten zahlreiche Gäste.
Bürgermeisterin Martina Angermann hatte am Donnerstagabend die Arnsdorfer in das Fischbacher Kulturhaus eingeladen, um gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen. Ihrer Einladung folgten zahlreiche Gäste.

© Thorsten Eckert

  • Bürgermeisterin Martina Angermann hatte am Donnerstagabend die Arnsdorfer in das Fischbacher Kulturhaus eingeladen, um gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen. Ihrer Einladung folgten zahlreiche Gäste.
    Bürgermeisterin Martina Angermann hatte am Donnerstagabend die Arnsdorfer in das Fischbacher Kulturhaus eingeladen, um gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen. Ihrer Einladung folgten zahlreiche Gäste.
  • Jörg Winkler (r.) hielt die Rede für Preisträger Uwe Scholz.
    Jörg Winkler (r.) hielt die Rede für Preisträger Uwe Scholz.
  • Antje Scheiding, Ute Frey, Manuela Rejzek und Anke Kunath erhielten eine Ehrung für die Organisation des Kinder-Basars.
    Antje Scheiding, Ute Frey, Manuela Rejzek und Anke Kunath erhielten eine Ehrung für die Organisation des Kinder-Basars.
  • Michael Welz, Norman Baß und Thomas Apel (v.l.) engagierten sich 2017 für eine Frischekur am Spielplatz Kleinwolmsdorf.
    Michael Welz, Norman Baß und Thomas Apel (v.l.) engagierten sich 2017 für eine Frischekur am Spielplatz Kleinwolmsdorf.

Arndsorf. Lautes Gelächter und angeregtes Gemurmel waren die Folge, als Arnsdorfs Bürgermeisterin Martina Angermann in ihrer Neujahrsrede am Donnerstagabend ankündigte, dass künftig Geschwindigkeitskontrollen an der Weststraße durchgeführt werden sollen. Denn offenbar sind hier viele Autofahrer zu schnell unterwegs. Ob das Gelächter der anwesenden Bürger darauf zurückzuführen ist, dass sich viele vielleicht auch selbst angesprochen fühlen, bleibt das Geheimnis der Gäste.

Im übrigen Verlauf der Neujahrsansprache lauschten die Arnsdorfer aber ruhig und konzentriert den Worten ihres Gemeindeoberhauptes. Ab 19 Uhr hatte Martina Angermann gemeinsam mit ihrem Verwaltungsteam in das Fischbacher Kulturhaus eingeladen, um mit den Bürgern feierlich auf das neue Jahr anzustoßen. Während sie in den ersten Minuten ihrer Rede vor allem einen Blick auf die Weltpolitik des vergangenen Jahres warf – bei dem natürlich auch der twitternde US-Präsident nicht fehlen durfte – lag das Hauptaugenmerk im zweiten Teil ihrer Rede vor allem auf den Geschehnissen 2017 in Arnsdorf. Neben der Kritik an den zu schnell fahrenden Autofahrern an der Weststraße, lobte die Bürgermeisterin gleichzeitig, den Bauhof der Gemeinde, der in eben jenem Bereich den Fußweg erneuert hat. Ebenso freute sie sich über die begonnen Arbeiten an der Poststraße und der Kleinwolmsdorfer Straße. Die Investitionen des Freistaates auf dem Krankenhausareal sowie die privat geplante Wohnstätte für Senioren fanden ebenso lobende Berücksichtigung wie das neue Außengelände des Fischbacher Kulturhauses, die unermüdliche Einsatzbereitschaft der Feuerwehr sowie das große Engagement der Vereine, die mit ihren vielfältigen Veranstaltungen das Gemeindeleben bereichern. Dafür zeigte sich Martina Angermann besonders dankbar.

Mit viel Spannung erwartet die Bürgermeisterin dagegen in den kommenden Monaten die weiteren Planungen rund um den Radweg zwischen Arnsdorf und Wallroda, die Sanierung der Schmiedebrücke, den Kampf um einen barrierefreien Bahnhof, die Zukunft der Plattenbauschule sowie den geplanten Breitband-Ausbau des Landkreises Bautzen.

Die anschließende Verleihung des Ehrenamtspreises gehörte auch am Donnerstagabend zum Höhepunkt des Neujahrsempfanges. Der Preis wird traditionell seit vielen Jahren in den Kategorien Kultur-, Heimat und Brauchtumspflege, im Bereich Kinder-,Jugend- und Sportarbeit sowie in der Kategorie soziales und kommunalpolitisches Engagement vergeben. Und in diesem Jahr durften besonders viele Arnsdorfer sich über einen Blumenstrauß und die Glückwünsche von Martina Angermann freuen. So zum Beispiel die jungen Mütter, die im Herbst zum zehnten Mal den beliebten Kindersachen-Basar organisiert haben. Laudator Andreas Reupert, der sich als Leiter der Arnsdorfer Kita immer über einen gewissen Anteil des Basar-Erlöses freuen darf, betonte noch einmal deutlich, wie viel Arbeit hinter dieser Veranstaltung steckt: Vom Vorsortieren, bis zum Aufbau und dem Umgang mit teils auch schwierigen Kunden, die „manchmal sogar noch die Etiketten tauschen, um ein paar Euro mehr zu sparen.“

Während beim Ehrenamtspreis in der Kategorie soziales Engagement also stellvertretend vier Frauen einen Blumenstrauß erhielten, waren es in der Kategorie Kinderarbeit drei junge Männer – allesamt Mitglieder im Kleinwolmsdorfer Jugendclub. Dieser hat sich im vergangenen Jahr besonders engagiert dafür eingesetzt, dass nicht nur der Spielplatz in Fischbach und der im Wohngebiet Weststraße eine Frischekur bekommen, sondern eben auch der Kleinwolmsdorfer Spielplatz an der ehemaligen Schule. In Eigeninitiative haben die jungen Eltern bereits den Sandkasten auf Vordermann gebracht. Doch bei den übrigen Spielgeräten, wie zum Beispiel einer neuen Schaukel, brauchen die Mitglieder des Jugendclubs die Unterstützung der Gemeinde. Nachdem die jungen Kleinwolmsdorfer Eltern ein Konzept für einen neuen Spielplatz erarbeitet haben, hat die Gemeindeverwaltung dieses an die Leader-Region Westlausitz geschickt und um Fördermittel gebeten. Erst vor wenigen Wochen kam nun auch die Zusage!

Einzig der Preisträger in der Kategorie Brauchtumspflege empfing allein seinen Blumenstrauß und den Ehrenamtspreis. Doch auch er erhielt – wie die anderen Preisträger – tosenden Applaus der anwesenden Gäste. „Auch, wenn ihm das sicher voll peinlich ist“, kündigte Laudator Jörg Winkler bereits im Vorfeld an. Denn der Preisträger dieser Kategorie sei eher zurückhaltend und bescheiden. Doch er habe diesen Preis einfach verdient. Denn er ist eines der Gründungsmitglieder des Fischbacher Traditions- und Schützenvereins, engagiert sich in mehreren Sportvereinen, gestaltet die Kulissen für die Faschingsveranstaltungen und macht all die Arbeiten, die sonst keiner machen möchte. „Weil er weiß, dass sie gemacht werden müssen“, so Jörg Winkler, der die Spannung bis zum Schluss aufrecht erhalten wollte. Besonders dankbar zeigte sich der Laudator auch für die geleistete Arbeit des Preisträgers am Fischbacher Kulturhaus sowie für die Frischekur am Glockenturm der Arnsdorfer Ortschaft. „Ein ‚Nein‘ gibt es in seinem Wortschatz nicht“, führte Jörg Winkler aus und bat schließlich breit grinsend Uwe Scholz – auch wenn es ihm voll peinlich war – nach vorn, damit er seinen Ehrenamtspreis entgegennehmen konnte.