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Donnerstag, 24.01.2013

Viel Zustimmung für designierten Außenminister Kerry im US-Senat

Vom Präsidentschaftskandidaten zum Außenminister: US-Senator John Kerry stellt sich dem Senat in Washington als Nachfolger für Hillary Clinton vor. Selbst politische Gegner empfangen ihn freundlich.

Washington. Klimawandel, Kampf gegen Hunger und das Zurückdrängen von Terrororganisationen: Bei seiner Anhörung für das Amt des US-Außenministers hat John Kerry eine wichtige Rolle der USA auf vielen außenpolitischen Feldern angemahnt. Auch eine größere Haushaltsdisziplin der USA ist laut Kerry wichtig, damit das Land außenpolitisch gut dasteht. Es sei jedoch auch im amerikanischen Interesse, trotz der Schuldenkrise des Landes Hilfsprogramme für andere Staaten zu unterstützen, sagte er am Donnerstag vor einem Ausschuss des US-Senats in Washington weiter. „Außenpolitik ist mehr als je zuvor auch Wirtschaftspolitik“, betonte der 69-Jährige. Der demokratische Senator kann mit breiter Zustimmung des Ausschusses für seine Kandidatur rechnen.

Sowohl Demokraten als auch Republikaner unterstützten während des Bestätigungsverfahrens die Nominierung des ehemaligen Präsidentschaftskandidaten. „John ist die richtige Wahl“, sagte die amtierende Außenministerin Hillary Clinton. „Er bringt vorbildliche Führungsstärke und einen langen Werdegang im Dienst der USA mit.“ Die 65-Jährige tritt ab, ihr werden aber Ambitionen auf eine Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2016 nachgesagt.

„Seine persönlichen Qualitäten passen sehr gut zur Position“, sagte der republikanische Präsidentschaftskandidat von 2008, John McCain. Er lobte unter anderem die Arbeit des Vietnam-Veteranen Kerry bei der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit dem südostasiatischen Land im Jahr 1995.

Kerrys Anhörung ist die erste für einen Ministerposten in der zweiten Amtszeit von US-Präsident Barack Obama. Am kommenden Donnerstag beginnt die Anhörung des umstrittenen Republikaners Chuck Hagel als Verteidigungsminister. Er gilt vielen in seiner eigenen Partei als zu lasch im Atomkonflikt mit dem Iran und als zu kritisch gegenüber Israel. Kerry war bei der US-Präsidentenwahl 2004 gegen George W. Bush angetreten und unterlegen. (dpa)

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