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Samstag, 13.01.2018

Viel Hilfe nach Brand im Irrgarten

Die Frage nach dem Warum quält Inhaberin Regina Frenzel. Doch der Zuspruch für Kleinwelka tut ihr gut. Die Ermittlungen der Polizei laufen derweil auf Hochtouren.

Von Kerstin Fiedler

Sie stehen vor den Resten des Eingangshäuschens vom Irrgarten Kleinwelka: Inhaberin Regina Frenzel und Mitarbeiter Matthias Böhme. Auch einen Tag danach können sie es nicht fassen, was passiert ist.
Sie stehen vor den Resten des Eingangshäuschens vom Irrgarten Kleinwelka: Inhaberin Regina Frenzel und Mitarbeiter Matthias Böhme. Auch einen Tag danach können sie es nicht fassen, was passiert ist.

Kleinwelka. Diese Sonntagnacht wird Regina Frenzel wohl nie vergessen. Denn da ging das Eingangshäuschen am Irrgarten in Kleinwelka, in dem sich die Kasse, der Verkauf der Souvenire und der Imbiss befanden, in Flammen auf. Und Regina Frenzel fragt sich auch noch Tage später immer wieder, wer sie so sehr hasst, dass er so etwas tut. Nicht nur sie vermutet, dass es Brandstiftung war.

Kopfschmerzen begleiten die Chefin der Freizeitattraktion schon am Montag. Immer wieder bekommt sie Anrufe. Das Geschehen verbreitet sich schnell – ob über soziale oder andere Medien. Immer wieder muss sie erzählen, was passiert ist. „Ich glaube, ich kann es immer noch nicht realisieren“, sagt die 61-Jährige. Am Mittwoch ist noch ein Fährtenhund der Spurensicherung eingesetzt worden. Am Donnerstag hatte sich die Versicherung angesagt. „Es ist toll, dass sich alle schnell darum kümmern“, sagt Regina Frenzel.

Und sie ist auf der anderen Seite begeistert. „Ich hätte nie gedacht, dass ich so viel Zuspruch bekomme“, sagt sie. Auf der Facebook-Seite des Irrgartens wird der Beitrag allein über 1000-mal geteilt.

Auch unter der SZ-Berichterstattung finden sich viele Kommentare – und vor allem Hilfsangebote. Ob von den Betreibern des benachbarten Saurierparks oder einfach nur von Menschen, die gern in den Irrgarten kommen. Auch ihre Mitarbeiter, die derzeit wegen der Winterpause ja nicht arbeiten, wollen beim Aufräumen helfen. Wann es losgeht, weiß Regina Frenzel allerdings noch nicht, denn erst müssen die Ermittlungen abgeschlossen sein.

Auch wenn der Schock über den Brand erst einmal verarbeitet werden muss, Regina Frenzel und ihre Mitarbeiter werden weitermachen. „Zum Glück ist die Hecke nicht mit verbrannt“, sagt Mitarbeiter Matthias Böhme. Nicht auszudenken, was im Sommer passiert wäre, wenn alles trocken ist. Doch so wollen alle nach vorn schauen. Ein Versprechen geben sie allen Helfern und Besuchern: Ostern wird aufgemacht. Eine Variante, wie das ohne ein neues Häuschen funktionieren kann, haben sie schon am Montag entwickelt.

Das Eingangshaus am Irrgarten in Kleinwelka stand gegen 22 Uhr am Sonntag in Flammen. Der Schaden beträgt nach Aussagen der Inhaberin mindestens 40 000 Euro. Doch der lässt sich wohl dank der Versicherung regulieren. Was viel schwerer wiegt, ist die Hoffnung, dass die Polizei fündig wird.