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Montag, 02.10.2017

Viel Alkohol, aber kaum Tumulte

Bis Sonntagabend musste die Polizei neun Körperverletzungen aufnehmen. Größere Auseinandersetzungen gab es bis zum frühen Abend nicht.

Von Jürgen Müller

© Symbolfoto: dpa

Radebeul/Meißen. Rund 50 Beamte des Polizeireviers Meißen waren am Wochenende bei den Weinfesten in Meißen und Radebeul im Einsatz, das ist mehr als das Doppelte im Vergleich zu normalen Wochenenden. Hinzu kam ein Einsatzzug der Bereitschaftspolizei. Von Freitagabend bis zum frühen Sonntagabend sei die Lage in beiden Orten relativ entspannt gewesen, sagt Polizeihauptkommissar Uwe Schneider, der Einsatzleiter. Vor allem in Radebeul sei es sehr ruhig und gesittet zugegangen. „Unser Sicherheitskonzept – das mit Rettungskräften, privaten Sicherheitsdiensten und den Veranstaltern abgestimmt wurde – hat gegriffen“, so der Polizist.

In Meißen gebe es traditionell ein gewisses Klientel, das auffällig werde. Es sei zu Rangeleien gekommen, bei denen die Polizei eingreifen musste. So wurden in Meißen bis Sonntagabend neun Anzeigen wegen Körperverletzungen aufgenommen. Die Vorkommnisse hätten sich vor allem im Bereich des Rummels, der Aral-Tankstelle an der Hochuferstraße und am Elbkai abgespielt. Eine 14-Jährige musste mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Zahlreiche große Gruppen von Personen mit Migrationshintergrund seien unterwegs gewesen. Es habe aber keine der Polizei bekannten Auseinandersetzungen gegeben, weder innerhalb der Gruppen noch mit anderen Personen. Auch Anzeigen wegen sexueller Übergriffe habe es bis zum Abend keine gegeben. „Jedenfalls ist uns von so etwas nichts bekannt geworden“, so der Einsatzleiter der Polizei.

Besondere Vorkehrungen wegen möglicher Terroranschläge wie „Nizza-Sperren“ gab es weder in Meißen noch in Radebeul. Auffällig sei aber vor allem in Meißen gewesen, dass sehr viel Alkohol geflossen ist. Zahlreiche Personen seien nicht mehr in der Lage gewesen, selbst nach Hause zu kommen. Die Polizei hat auch spontane Alkoholkontrollen von Autofahrern durchgeführt. Alkoholisierte Fahrer wurden nicht erwischt. Auch wurde niemand festgestellt, der sich unter Drogeneinfluss ans Steuer gesetzt hatte.

Die Polizei hoffte, dass es auch am Sonntagabend und in der Nacht zum Montag ruhig bleibt. In Radebeul stand da noch die Abschlussveranstaltung an.