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Donnerstag, 05.10.2017

Verzug am Rossmann-Bau

Die Arbeiten in Bischofswerdas Innenstadt sind schwierig. Trotzdem hält der Drogerie-Fachmarkt am geplanten Eröffnungstermin fest.

Vom Hinterhof der Goldschmiede Bauer schaut man direkt auf die Baustelle. Hier entsteht ein Anbau für Rossmann. Zurzeit laufen die Rohbauarbeiten.
Vom Hinterhof der Goldschmiede Bauer schaut man direkt auf die Baustelle. Hier entsteht ein Anbau für Rossmann. Zurzeit laufen die Rohbauarbeiten.

© Steffen Unger

Bischofswerda. Der Neubau plus Erweiterung der Filiale des Drogeriemarktes Rossmann am Bischofswerdaer Markt ist zurzeit eine der markantesten Baustellen in der Stadt. Und wohl auch eine der schwierigsten. Gebaut wird auf engem Raum mitten in der denkmalgeschützten Innenstadt. Ein Sprecher der Handelskette bestätigte jetzt auf Anfrage SZ-Informationen, wonach es beim Baufortgang Verzug gibt. Gleichzeitig relativierte er: Der Bauzeitenplan bilde „nur den Idealfall“ ab. Den Verantwortlichen sei „von Anfang an klar gewesen“, dass man mit Verzögerungen rechnen müsse. So konnten statische Untersuchungen erst nach einer Freilegung der Geschäfte erfolgen. Auch verschiedene Vorortuntersuchungen setzten einen Rückbau von Gebäudeteilen bzw. Anbauten voraus. „Bei dem Neubau handelt es sich um Bauen im Bestand. Es ist ein komplexer Sachverhalt. Denn zum Teil sind es historische Gebäude, die umgebaut werden. Zum Teil setzen wir an historische Gebäude an“, sagte Josef Lange von der Rossmann-Pressestelle.

Trotz dieser Schwierigkeiten geht der Drogeriefachhändler zurzeit noch davon aus, dass er sein neues Geschäft in Bischofswerda wie geplant im Sommer 2018 eröffnen wird. Das hänge aber auch vom Wetter ab. Ein früher Wintereinbruch könnte zum Verzug führen. Momentan laufen die Rohbauarbeiten, sagte Josef Lange. Nach einer früheren Auskunft des Baubetriebes soll der Anbau im Hinterhof spätestens bis zum Wintereinbruch im Rohbau fertig sein, sodass die kalte Jahreszeit für den Ausbau genutzt werden kann. Viele in Bischofswerda haben Zweifel, ob das noch zu schaffen ist.

Rossmann, seit Jahren das am meisten frequentierte Geschäft in der Bischofswerdaer Innenstadt, vergrößert seine Verkaufsfläche auf 750 Quadratmeter. Das ist mehr als das Doppelte des bisherigen Geschäftes mit 320 Quadratmetern. Dafür wird das bisherige Geschäft am Altmarkt mit zwei benachbarten Läden zusammengelegt: dem früheren Ladenlokal der Parfümerie Tina und Geschäftsräumen, die sich hinter dem Reisebüro Bury und dem Sparkassen-Geldautomaten befinden. Außerdem entsteht im Innenhof ein Neubau, der hinter den bestehenden Häusern rund 35 Meter lang ist. Dort wird auch Platz für Büro- und Lagerräume sein. Während der Bauarbeiten am Altmarkt verkauft Rossmann im ehemaligen Tip-Markt an der Lessingstraße in Bischofswerda. (SZ)