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Samstag, 13.01.2018

Verwirrspiel um Straßenbeleuchtung

Die Stadt Hartha wartet auf einen Bescheid zum Bau der Laternen in Steina. Die Behörde sieht dafür keine Notwendigkeit.

Von Frank Korn

Die Straßenbeleuchtung im Unterdorf von Steina soll erneuert werden.
Die Straßenbeleuchtung im Unterdorf von Steina soll erneuert werden.

© Dietmar Thomas

Hartha/Steina. Es stehen alle in den Startlöchern, und doch ist noch nicht viel passiert. Die Stadtverwaltung Hartha will im Unterdorf von Steina die Straßenbeleuchtung erneuern (DA berichtete). Das Vorhaben wurde im September auf der Grundlage des erfolgten Aufrufverfahrens durch das Entscheidungsgremium der Leader Region Sachsenkreuz zur Förderung ausgewählt. „Danach haben wir Fördermittelantrag beim Landratsamt gestellt“, sagte Ronald Fischer, Bauamtsleiter der Stadt Hartha. Seitdem warte man auf einen Bescheid vom Landratsamt, um mit dem Bau der Straßenbeleuchtung beginnen zu können. „Dieser Bescheid liegt uns aber noch nicht vor“, so Fischer.

Für das Landratsamt ist es offenbar nicht erforderlich, einen solchen Bescheid zu verschicken. „Es besteht im Leader-Förderverfahren grundsätzlich ab Antragstellung. Das heißt, Posteingang bei der Behörde, die Möglichkeit mit dem Vorhaben zu beginnen“, sagte Cornelia Kluge, Pressesprecherin beim Landratsamt Mittelsachsen. Darauf sei der Antragsteller mit der Eingangsbestätigung zum Antrag hingewiesen worden. Doch darauf allein will sich die Stadt Hartha nicht verlassen. „Wir wissen, dass wir mit dem Bau beginnen könnten“, so Ronald Fischer. Er wisse aber auch, dass kein Anspruch auf die Leistungen bestehe. „Deshalb wollen wir sicher gehen und erst die Zusage zu unserem Fördermittelantrag abwarten“, sagte der Bauamtsleiter. Er hofft nun, dass das schnell passiert.

Der Bau der Straßenbeleuchtung soll 86 200 Euro kosten. „Bei einem Fördersatz von 75 Prozent wurde damit eine Zuwendung in Höhe von 64 650 Euro aus dem Budget der Leader Region Sachsenkreuz bereitgestellt“, so Pressesprecherin Cornelia Kluge.

Sobald die Bestätigung vom Landratsamt vorliegt, will die Stadt den Auftrag bei der Mitnetz Strom auslösen. Das Unternehmen steht praktisch auf dem Sprung. „Wir sind mit dem Bauamt der Gemeinde in Kontakt“, sagte Evelyn Zaruba, Pressesprecherin der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom mbH. Sobald der Auftrag vorliege, könne dann auch etwas zur Dauer des Baus gesagt werden, so die Pressesprecherin.

Die Stadt will die Lampen von der Kreuzung in der Ortsmitte bis zur Bachmühle erneuern. Das sind 19 Lichtpunkte. Notwendig wird das, weil Mitnetz Strom die Niederspannungsfreileitung durch Niederspannungskabel ersetzen wollte. Dieses Vorhaben ist schon umgesetzt. Die alten Masten, an denen die Straßenbeleuchtung befestigt ist, sind aber noch stehengeblieben. Sie werden dann entsorgt, wenn die neue Straßenbeleuchtung steht.