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Versprechen für die Zukunft

Das 17-jährige Volleyball-Talent Rica Maase unterzeichnet beim Dresdner SC einen Dreijahresvertrag. Die Schülerin erlebt einen fließenden Übergang.

03.08.2017
Von Alexander Hiller

en für die Zukunft
Rica Maase will beim Dresdner SC in die 1. Bundesliga durchstarten. Für den Fototermin durfte die 17-Jährige schon mal im Porsche von Hauptsponsor Hubert Körner Platz nehmen. Foto: Thomas Kretschel

© kairospress

So ein wenig ist das ja gemogelt. Die Volleyballerinnen des Dresdner SC präsentierten am Mittwoch ihren letzten Neuzugang. Doch die Diagonalangreiferin, die 13. Athletin im Kader, ist nicht wirklich neu, sondern ein bekanntes Gesicht. Ein ziemlich junges. Das 17-jährige Eigengewächs Rica Maase vom VC Olympia Dresden gehörte in der Vorsaison per Doppelspielrecht zum erweiterten Kader. Nun unterzeichnete das Talent – und natürlich auch dessen Eltern – einen Dreijahresvertrag.

„Für mich fühlt sich das an wie ein fließender Übergang, ich war ja in der Vorsaison schon sehr häufig beim DSC-Training mit dabei“, sagte die Schülerin des Sportgymnasiums, die jetzt in die 12. Klasse kommt und das eigentlich letzte ihrer Abiturjahre auf zwei Jahre strecken kann. „Es war uns wichtig, dass wir den Vertrag mit Rica über die nächsten beiden Abiturjahre hinaus anlegen konnten. Natürlich ist das eine zusätzliche Belastung, die andere Spielerinnen nicht haben – sowohl zeitlich, als auch emotional“, betont Cheftrainer Alexander Waibl. „Das wird nicht leicht, aber Rica ist diszipliniert und verfügt über viel Charakter“, betont der 49-Jährige.

Einer dieser Charakterzüge dürfte ein gewisser frecher Humor sein. Den Schluss legt die Antwort auf die Frage nach ihrer Körpergröße nahe. „1,86 einhalb“, sagt sie und lächelt breit. „Wir sind überzeugt, dass sie eine Spielerin ist, die auch beim Dresdner SC in der Bundesliga erfolgreich sein kann“, verdeutlicht Alexander Waibl seine Vorstellungen. „Es ist aber auch klar, dass das nicht nur sechs Wochen dauern wird“. Rica Maase wird also als zweite Diagonalspielerin hinter der finnischen Auswahlspielerin Piia Korhonen vorerst in erster Linie Lernende, Auszubildende bleiben. Das soll und wird aber nicht immer so bleiben – wenn es nach den Protagonisten geht. „Rica ist sehr schnell, dynamisch, sehr kompakt in ihren Fähigkeiten“, zählt Waibl auf.

Die lange Laufzeit des Vertrages mit Rica Maase sei mithin auch ein Versprechen an die Zukunft. „Erwartungen an diese Saison habe ich in erster Linie an mich selbst. Dass ich mich persönlich weiterentwickeln kann und werde, nicht stehenbleibe“, sagt Rica Maase. „Natürlich will jede Spielerin auch auf dem Feld stehen und spielen – das ist das höchste Ziel. Aber immer mit der Ruhe“, erklärt die gebürtige Dresdnerin nach außen hin scheinbar gelassen. „Ich will in jedem Training immer meine beste Leistung abrufen“, verspricht sie.

Mit der Verpflichtung der insgesamt fünften deutschen Spielerin nach Katharina Schwabe, Mareen Apitz, Michelle Petter und Barbara Wezorke ist die Kaderplanung vorerst abgeschlossen – mit der Betonung auf vorerst. „Natürlich würde uns eine angriffsstarke Außenangreiferin noch guttun. Da müssen wir abwarten, wie sich unsere Etatplanung entwickelt“, umreißt der Meistertrainer seine Aufgabe an den Vorstand. „Wir haben eine recht junge Mannschaft mit Quantität auf allen Positionen“, sagt er.

Für die Entwicklung der Qualität ist er ja zuständig. Am 8. August fängt Waibl damit an. Mit sieben Spielerinnen startet er in die Vorbereitung. Nach und nach stoßen die anderen Athletinnen, die jetzt noch internationale Aufgaben mit ihren Nationalteams bewältigen, zur Mannschaft.