Mittwoch, 20.02.2013

Verschenkt der SAP-Gründer Milliarden?

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SAP-Mitbegründer Hasso Plattner.
SAP-Mitbegründer Hasso Plattner.

©dpa

Walldorf/Berlin. Verwirrung um die Mitgliedschaft von SAP-Mitbegründer Hasso Plattner in der Spendeninitiative «The Giving Pledge»: Nach mehreren Medienberichten hat Plattner die Mitgliedschaft in dem Club der Superspender um US-Investorenlegende Warren Buffett und Microsoft-Gründer Bill Gates am Mittwoch dementiert. Dies berichteten die «Potsdamer Neuesten Nachrichten» auf ihrer Website und die «Bild»-Zeitung (Donnerstag).

Die SAP-Pressestelle bestätigte auf dpa-Anfrage dagegen die Mitgliedschaft und zitierte Plattner mit den Worten: «Ich freue mich, Mitglied der „Giving Pledge Stiftung“ zu sein. Im Rahmen meiner Mitgliedschaft werde ich das gesamte Kapital meiner Förderstiftung mit den Schwerpunkten Bildung, Kultur und Gesundheit im Sinne des weltweiten Anspruchs von „Giving Pledge“ einsetzen.» Plattner war am Mittwoch auf dpa-Anfrage zunächst nicht zu erreichen.

Am Dienstag (Ortszeit) hatte die Spendeninitiative (zu deutsch: «Das Spendenversprechen») in New York bekanntgegeben, dass Plattner Mitglied geworden sei. Aufnahmekriterium ist den Angaben der Organisation zufolge, die Abgabe von mindestens 50 Prozent des Vermögens zuzusichern.

Die «Potsdamer Neuesten Nachrichten» zitierten Plattner hingegen mit den Worten: «Ich fühle mich von Bill Gates hintergangen und ausgenutzt.» Gates suche offenbar ein Zugpferd für seine Spendenkampagne, hieß es in dem Bericht weiter. Auch die «Bild»-Zeitung berichtete über ein Dementi und zitierte Plattner folgendermaßen: «Ich bin Bill Gates Initiative „The Giving Pledge“ nicht beigetreten. Ich frage mich, wie Gates das auf der Internetseite seiner Stiftung behaupten kann.» Seit Jahren versuche Gates ihn zum Beitritt zu der Initiative zu bewegen. «Aber ich lasse mich von Gates nicht unter Druck setzen.»

Die SAP-Pressestelle versendete am Nachmittag jedoch ein Statement im Namen Plattners, wonach er sich freue, Mitglied der Stiftung zu sein und das gesamte Kapital seiner Förderstiftung mit den Schwerpunkten Bildung, Kultur und Gesundheit im Sinne des weltweiten Anspruchs von «Giving Pledge» einsetzen. «Bildung und Gesundheit sind ganz wesentliche Voraussetzungen für Menschen, um ihre Leben sinnvoll und erfolgreich zu gestalten», hieß es darin weiter. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

  1. roba

    Und was macht er mit dem Rest, den er ohnehin nicht "aufzehren" kann? Fragen Sie mal nach, liebe sz, oder trauen Sie sich nicht?

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