erweiterte Suche
Donnerstag, 10.03.2016

Vermieter will Gewaltaufruf entfernen

Ein fremdenfeindlicher Aufruf zur Gewalt ist seit Ende vergangener Woche am Clara-Zetkin-Ring zu sehen. Der Verwalter will jetzt reagieren.

Die Schmierereien waren uns bisher nicht bekannt. Bei einer Begehung vergangene Woche waren diese noch nicht ersichtlich“, sagt WGR-Geschäftsführer Roland Ledwa.
Die Schmierereien waren uns bisher nicht bekannt. Bei einer Begehung vergangene Woche waren diese noch nicht ersichtlich“, sagt WGR-Geschäftsführer Roland Ledwa.

© Archiv/Alexander Schroeter

Riesa. Ein fremdenfeindlicher Aufruf zur Gewalt ist seit Ende vergangener Woche am Clara-Zetkin-Ring zu sehen. Die Wohnungsgesellschaft Riesa (WGR) hat dort mehrere Wohnungen an den Landkreis vermietet. „Kill muslims“ steht auf der Fassade. In den Gebäuden leben derzeit rund 120 Flüchtlinge. Die meisten der Männer, Frauen und Kinder stammen aus Syrien. „Die Schmierereien waren uns bisher nicht bekannt. Bei einer Begehung vergangene Woche waren diese noch nicht ersichtlich“, sagt WGR-Geschäftsführer Roland Ledwa. Die Beseitigung werde „zu gegebener Zeit“ erfolgen. „Bisher hatten wir an unseren Objekten keine derartigen Probleme.“

Flüchtlinge äußerten sich auf SZ-Anfrage entsetzt über den Spruch an der Hauswand. Zwei Eingänge des Plattenbaus im Clara-Zetkin-Ring sind laut WGR noch nicht bezogen. Wann das passieren wird, liegt in der Entscheidung des Landratsamtes. Die Übergabe sei am 22. Februar gewesen. „Derzeit erfolgt wohl die Möblierung der Wohnungen“, so Ledwa. Wie geplant würden die ersten drei leerstehenden Eingänge voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte abgerissen.

Bevor klar war, dass der Landkreis Gebäude für die Flüchtlings-Unterbringung braucht, sollten auch diese abgerissen werden. Wann und ob das noch erfolgt, hängt auch davon ab, wie lang das Landratsamt die Wohnungen mieten möchte. (SZ)