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Freitag, 02.12.2016

Verbraucherzentrale verklagt Care Energy

Das im Energiesektor tätige Unternehmen Care-Energy gerät erneut unter Druck.

Leipzig/Hamburg. Wegen einer strittigen Klausel in deren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) haben sächsische Verbraucherschützer die in Hamburg ansässige Care Energy Management GmbH verklagt. In der fraglichen Passage, die für Neukunden gilt, heißt es, der Vertrag zwischen Care Energy und Kunden könne frühestens nach 36 Monaten gekündigt werden. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) sehe in solchen Fällen aber nur Maximallaufzeiten von zwei Jahren vor, erklären die Juristen der Verbraucherzentrale. Nach 24 Monaten dürfe sich ein Vertrag demnach noch um maximal ein Jahr verlängern. Das solle Verbraucher vor einer überlangen Bindung an ein und denselben Anbieter schützen.

Die Klage sei am 24. Oktober am Landgericht Hamburg eingereicht worden, sagt Referatsleiterin Katja Henschler. Eine zuvor geforderte Unterlassungserklärung habe die Firma nicht abgegeben. Auf Nachfrage erklärt Martin Kristek, Chef der Care-Energy-Gruppe, er sehe der gerichtlichen Überprüfung der Laufzeit dieser Dienstleistungsverträge „sehr gelassen“ entgegen. In einer von Kristek verbreiteten Mitteilung hieß es weiter, man gehe seinerseits auf juristischem Wege gegen die Verbraucherzentrale Sachsen vor. Begründung: Die Care-Energy Management GmbH sei fälschlicherweise als Energieanbieter, nicht aber als Dienstleister am Energiemarkt, bezeichnet worden.

Bereits im Spätsommer hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen das Unternehmen wegen unvollständiger Preisangaben in dessen Online-Tarifrechner abgemahnt und dann verklagt. Eine gerichtliche Entscheidung stehe auch hier noch aus, sagt ein Sprecher. (are)

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