Mittwoch, 16.01.2013

Verbraucher prangern 6.650 Lebensmittel an

Der Verbraucher hat die Macht: Etwa jede dritte Kritik von Bürgern an der Kennzeichnung von Lebensmitteln hatte Erfolg.

Verbraucherportal lebensmittelklarheit.de: Anlaufstelle für Bürger, die sich durch die Aufmachung von Lebensmitteln getäuscht fühlen. Screenshot: sz-online
Verbraucherportal lebensmittelklarheit.de: Anlaufstelle für Bürger, die sich durch die Aufmachung von Lebensmitteln getäuscht fühlen. Screenshot: sz-online

Berlin. Verbraucher haben in anderthalb Jahren 6.650 Lebensmittel im Internet angeprangert, weil sie sich von Aufmachung und Kennzeichnung der Produkte getäuscht fühlten. Diese Zahl nannte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) am Mittwoch zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin. Vorstand Gerd Billen sagte, etwa jede dritte Kritik habe zu Verbesserungen beim beanstandeten Produkt geführt. Das Bundesverbraucherministerium habe jetzt in Aussicht gestellt, das Portal www.lebensmittelklarheit.de zu verlängern.

Das Portal hatte der vzbv zusammen mit den Verbraucherzentralen und mit Förderung des Ministeriums im Juli 2011 eingerichtet. Damit wurde eine Anlaufstelle für Bürger geschaffen, die sich durch die Aufmachung von Lebensmitteln getäuscht fühlen. Beispiele für Beschwerden sind «Kalbswiener» mit nur 15 Prozent Kalbfleischanteil oder Beerenfruchtjoghurts, die Früchte auf dem Etikett haben, aber nur Aromen enthalten.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) nannte das Internetportal einen großen Erfolg. «Deshalb möchten wir das Projekt weiter fördern.» Vielen Unternehmen sei klargeworden, wie wichtig es sei, auf Wünsche und Anregungen der Verbraucher einzugehen. «Ich kann der Wirtschaft nur raten, die Chance zum Dialog mit ihren Kunden noch intensiver zu nutzen», sagte Aigner. (dapd)

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