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Donnerstag, 23.03.2017 EINZELHANDEL | DIENSTLEISTUNG | GUT BERATEN

VePo-Chef Klaus Vester: „Wir sind von Haus aus günstig“

Auf dem Möbelsektor herrscht knallharter Preiskampf.

Von Marion Gründler

Klaus, Ute und Christian Vester (v. l.) haben VePo Polster zu dem gemacht, was es heute ist: Ein solides Unternehmen im Herzen Sachsens. | Foto: André Braun
Klaus, Ute und Christian Vester (v. l.) haben VePo Polster zu dem gemacht, was es heute ist: Ein solides Unternehmen im Herzen Sachsens. | Foto: André Braun

Wo Mitbewerber mit fast schon utopischen Offerten nach Kunden angeln, bleibt Polstermöbelspezialist VePo Polster aus Ostrau seiner Maxime treu. Und das seit mehr als einem Vierteljahrhundert.

Preiskrieg in der Möbelbranche. Ende vergangenen Jahres hatte die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs die Praktiken großer Möbelhäuser unter die Lupe genommen. Das Resultat: Mondpreise, versteckte Zusatzkosten, kaum entzifferbare Rabattausnahmen.

Im Januar urteilte Thomas Grothkopp, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Möbel und Küchen (BVDM): „Immer höhere Rabatte ähneln Medikamenten, die in Überdosis oft immer weniger Wirkung erzeugen.“

Klaus Vester, Chef des Ostrauer Einzelhandelsunternehmens „VePo Polster“ kann sich in der Hinsicht entspannt zurücklehnen. „Etikettenschwindel und überzogene Preise sind bei uns nicht drin“, hält er kategorisch fest. Der Fachhändler ist sich in dieser Hinsicht über 25 Jahre treu geblieben. Und damit besetzt VePo eine Art Alleinstellungsmerkmal, das der Familienbetrieb pflegt. Auf Solidität beim Angebot und Fairness gegenüber dem Kunden gründet sich der Erfolg, den Vester gemeinsam mit Ehefrau Ute, Sohn Christian und seinem Team an Fachverkäufern verbuchen kann.

Kunden profitieren von dicht gewebtem Netzwerk

Vester, ein Berufsleben lang dem Handel treu geblieben, spürt frühzeitig, woher der Wind weht in Sachsens Wirtschaft. „Aus der Schlacht um die niedrigsten Preise halten wir uns bewusst raus“, bemerkt er. „Zudem kaufen die Mittelsachsen heute hochwertiger als noch vor Jahren.“ Darauf werde auch bei VePo reagiert.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Dahinter stehen akribische Marktbeobachtungen des Ostrauer Fachhändlers. Hinzu kommt Vesters über die Jahre aufgebautes Netzwerk. „Da ich zahlreiche Fabrikanten noch persönlich kenne, bietet sich eine ganz andere Basis für Verhandlungen. Die kommt letztlich dem Kunden zugute.“

Das Spezialgeschäft punktet mit Vorteilen, bei denen nicht jeder mithalten kann. Auf rund 2.000 Quadratmetern Verkaufsfläche findet der Kunde bis zu 200 Garnituren ganz unterschiedlicher Prägung. „Die Vielfalt macht’s, aber nicht nur die allein“, sagt Klaus Vester. VePo hat durch umfangreiche Modellinien die Nase vorn, wenn es um Individualität geht wie etwa die Wahl von Bezugsstoffen, vom Modell abweichende Zusammenstellung der einzelnen Elemente oder unterschiedliche Sitz- und Rückenhöhen.

Service, der im Preis drin ist

Geschätzt würde zudem der Service, das neue Ensemble so bestellen zu können, dass es auch tatsächlich in den Raum passt. Und selbstredend werde das neue „gute Stück“ auch geliefert und gebrauchtes Polstermobiliar zum Entsorgen mitgenommen. „Was ich damit sagen will, ist der Fakt, dass alles im Preis bereits drin ist“, untermauert Vester. In seinem Hause werde man es nicht erleben, dass dem Kunden nach Vertragsabschluss klammheimlich Zusatzkosten oder die eine oder andere Klausel untergejubelt würden. „Das verstehe ich unter Tiefstpreis-Garantie, die man bei uns ruhig wörtlich nehmen kann“, so Klaus Vester. Der Verbraucher durchschaue Rabatthascherei und Etikettenschwindel von Mitbewerbern allerdings nicht immer auf den ersten Blick. Vester dazu: „Unser Ansatz ist grundsätzlich anders. Wir verzichten auf überzogene Rabatte. Wir sind von Haus aus günstig.“ Häufig würden Interessenten eine ausführliche und fachlich fundierte Beratung bei VePo in Anspruch nehmen, um dann erst einmal wieder zu gehen. „Und nicht selten kommen sie dann wieder, um bei uns zu kaufen“, verdeutlicht Vester.

Und genau das empfiehlt BVDM-Verbandsfunktionär Grothkopp: „Konsumenten sollten sich nicht von Rabatten blenden lassen, sondern Produkte, Leistungen und Endpreise mehrerer Anbieter vergleichen.“

Vesters Fazit: „Nur wer vergleicht, weiß, wo er am besten kauft.“