Mittwoch, 02.01.2013

Venezuela spekuliert über Chávez‘ Gesundheitszustand

Am 10. Januar soll Venezuelas Präsident seine neue, bis 2019 dauernde Amtszeit antreten, wegen eines Krebsleidens ist das jedoch ungewiss. Vizepräsident Nicolás Maduro hat nun die Spekulationen um einen kritischen Zustand des Staatschefs zurückgewiesen.

Wegen eines Krebsleidens kann Venezuelas Präsident Hugo Chávez sein Amt seit Anfang Dezember nicht ausführen. Über den wahren Gesundheitszustand wird heftig spekuliert.
Wegen eines Krebsleidens kann Venezuelas Präsident Hugo Chávez sein Amt seit Anfang Dezember nicht ausführen. Über den wahren Gesundheitszustand wird heftig spekuliert.

©dapd

Caracas/Havanna. Venezuelas Vizepräsident Nicolás Maduro hat Spekulationen über einen kritischen Gesundheitszustand des krebskranken Staatschefs Hugo Chávez zurückgewiesen. Chávez sei nach seiner Operation bei Bewusstsein und habe „mit großer Kraft“ seine Hand geschüttelt, als er ihn im Krankenhaus in Kuba besucht habe, sagte Maduro am Dienstag dem Fernsehsender Telesur. Der Präsident trage seine Krankheit mit Würde und Mut. Chávez wisse jedoch, dass er sich nach seiner Operation in einem „komplexen postoperativen Zustand“ befinde.

Rechte Kräfte und einige Medien in Venezuela seien für Lügen über den sich angeblich verschlechternden Zustand von Chávez verantwortlich, sagte Maduro.

Der linkspopulistische Staatschef war am 11. Dezember in einer Klinik in Havanna zum vierten Mal wegen einer Krebserkrankung operiert worden. Chávez soll am 10. Januar seine neue, bis 2019 dauernde Amtszeit antreten. Sollte er dazu nicht in der Lage sein, gibt es verfassungsgemäß Neuwahlen. Maduro führt die Regierungsgeschäfte in seiner Abwesenheit. (dpa)

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