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Mittwoch, 02.03.2016

USA lösen Frankreich als wichtigsten deutschen Handelspartner ab

Jahrzehntelang war Frankreich Deutschlands Partner Nummer eins im Außenhandel. Starke Exporte aus der Bundesrepublik in die boomende US-Wirtschaft haben das im vergangenen Jahr geändert.

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Der Aufschwung in den USA sorgt für starke Exporte in Deutschland.
Der Aufschwung in den USA sorgt für starke Exporte in Deutschland.

© Symbolbild: dpa

Wiesbaden. Der Aufschwung in den USA hat auch Auswirkungen auf die Handelsbeziehungen zu Deutschland: Erstmals seit 55 Jahren waren die Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr wieder der wichtigste Handelspartner der deutschen Wirtschaft. Dies berichtete das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden.

Mit einem Gesamt-Außenhandelsumsatz (Exporte und Importe) von mehr als 173,2 Milliarden Euro verwiesen die US-Amerikaner zum ersten Mal seit dem Jahr 1960 den langjährigen Dauerersten Frankreich (rund 170,1 Mrd) auf den ungewohnten zweiten Platz - vor den Niederlanden und China. Die Franzosen waren zuvor seit 1961 mit Ausnahme des Jahres 1974 (Niederlande) wichtigster Handelspartner der Deutschen.

Der Außenhandelsumsatz mit den USA ist vor allem durch die starken deutschen Exporte geprägt. Sie lagen im vorigen Jahr mit einem Wert von 113,9 Milliarden Euro fast doppelt so hoch wie das Volumen der Importe aus Amerika (59,3 Mrd), so dass unter dem Strich ein klar positiver Außenhandelssaldo von 54,6 Milliarden Euro übrig blieb. Ähnlich hohe Überschüsse ergaben sich in den Handelsbeziehungen zu Großbritannien (51,03 Mrd) und Frankreich (36,04 Mrd).

Ganz anders sieht die Bilanz mit China aus: Aus der Volksrepublik kamen 2015 die höchsten Importe mit einem Gesamtwert von 91,52 Milliarden Euro, während dort nur vergleichsweise wenige Waren aus Deutschland eingeführt wurden (71,21 Mrd Euro). Das Ergebnis im China-Geschäft war im vergangenen Jahr daher ein Importüberschuss - also ein aus deutscher Sicht negativer Außenbeitrag - von gut 20,31 Milliarden Euro. Die nächsten wichtigen Lieferländer waren die EU-Staaten Niederlande (88,12 Mrd) und Frankreich (67,01 Mrd).

Auf einer Liste von 239 Handelspartnern erzielte Deutschland mit 176 Ländern eine positive Außenhandelsbilanz. 58 Staaten lieferten hingegen mehr in die Bundesrepublik, als sie aus Deutschland importieren. Hier lagen die Chinesen vor den Niederlanden und Norwegen an der Spitze. Bei fünf kleinen Regionen fehlen die Angaben. (dpa)

›› Tabelle Handelspartner 2015

Leser-Kommentare

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Insgesamt 6 Kommentare

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  1. Ali B.

    Wer mit dem US-Regime Handel treibt, unterstützt den internationalen Terror. Einzige Antwort auf die angestrebte US-Hegemonie ist ein Totalembargo, auch gegen Staaten welche ein solches Embargo umgehen. Ziel muss eine weltweite totale Isolation auf wirtschaftlicher, kultureller und politischer Ebene sein. Das US-Regime muss regelrecht "ausgeblutet" werden.

  2. Fragender

    Das wird noch toller kommen, wenn u.a. TTip beschlossen wird, geben wir wohl bald den Rest unserer "Eigenstaatlichkeit" (außenpolitisch bei als humanitäre Hilfe und Unterstützung demokratischer Willensbildungen in den den Amis nicht genehmen öl- und rohstoffreichen Ländern ist dies ja schon längst geschehen) auf. Abhören (auch der "Mutti") ist ja schon legitim und der GAUCKler stimmt dann sogar die Dankes- und Lobeshymne an. "VW" (letztlich wir), wenngleich der Betrug mit den Abgasen wahrlich eine Schweinerei ist, werden an erwarteten AMI-Urteilen Milliarden zahlen, dabei hätte es genügt, wenn der Dicke den Richtern signalisieren würde, dann unterschreiben wir eben mal TTip nicht... na und die Russen (Putin als Inkarnation allen Bösen - Tusch Herr Steingeier, wenn Sie den Rechten in der Ukraine die Hand reichen- Swoboda z.B.) haben wir ja wunschgemäß mit Wirtschaftssanktionen belegt ... Schlimm, wie wir alle amerikanisiert werden, wir gehen zum SALE statt zum Schlussverkauf, ready.

  3. Aleister Crowley

    @Ali B.: Ich mag die USA auch nicht sonderlich, aber Sie scheinen ja echt einen Schuss weg zu haben. Sicherlich haben Sie Ihren tollen Kommentar auch unter Windows verfasst, Made in USA, mit allen Konsequenzen ;-)

  4. @Aleister

    Aleister, lass ihn doch. Das ist sein Outcome. Genauso hat Hitler über die amerikanische Plutokratie geredet. Jaja, Sprache, die für dich dichtet und denkt...

  5. Hardy6712

    @1. Leute, Ali B. meint es doch nicht ernst; startet einen (ideologischen) Joke, wartet auf die Reaktionen und grinst sich eins, wenn kritische Kommentare auf sein Gesülze kommen. Ali B., korrigiere mich bitte sofort, wenn es nicht so ist, bitte...

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