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Montag, 06.11.2017

Urteil noch nicht rechtskräftig

Wegen des Erwerbs und der Verbreitung von Kinderpornografie soll ein Kamenzer Stadt- und Kreisrat ins Gefängnis. Jetzt hat er Rechtsmittel gegen den Richterspruch eingelegt.

© dpa

Kamenz. Der Kamenzer Kreis- und Stadtrat, der am 26. Oktober am Amtsgericht wegen des Erwerbs und der Verbreitung von Kinderpornografie zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten ohne Bewährung verurteilt worden war, hat gegen das Urteil fristgemäß Rechtsmittel eingelegt. Nach der Urteilsbegründung steht ihm eine Berufung vor dem Landgericht frei, das die Beweisführung und das darauf fußende Urteil in nächster Instanz überprüft. Oder der 34-Jährige legt Revision ein, die sich mit den juristischen Formalien beschäftigt und am Oberlandesgericht behandelt wird.

Der Verurteilte hat auch in der zweiten Hauptverhandlung geleugnet, überhaupt etwas mit Kinderpornografie zu tun gehabt zu haben. Er geht von einem Hackerangriff aus. Auf dem heimischen Computer des früheren NPD-Mitgliedes hatte die Polizei Tausende Dateien mit Kinderpornografie gespeichert. Er soll sie auch mit Gleichgesinnten geteilt haben. (szo)