erweiterte Suche
Mittwoch, 16.05.2018

Unterstützung beim Kampf gegen Borreliose

Einmal im Monat bietet das Netzwerk Selbsthilfe Sachsen ein Treffen an. Ärzte und Fachleute informieren Betroffene.

Mikroskopische Untersuchung einer Blutprobe auf Borreliose.
Mikroskopische Untersuchung einer Blutprobe auf Borreliose.

© dpa

Döbeln. Sie sind für Menschen, die an Borreliose oder FSME erkrankt sind eine echte Stütze. Beim Verein Netzwerk Selbsthilfe Sachsen gibt es Informationen, Weiterbildung und vor allem können sich Betroffene über ihre Erfahrungen zum Krankheitsbild, den Verlauf und Therapiemöglichkeiten austauschen sowie sich gegenseitig Mut machen. Einmal im Monat bietet der Verein ein Treffen in Burgstädt an. „Auch Betroffene aus dem Altkreis Döbeln sind in unserer Selbsthilfegruppe integriert“, sagte Vereinschef Jürgen Haubold. Zu den Treffen würden namhafte Referenten zum Thema Borreliose, FSME oder bakteriellen Erkrankungen sprechen, auch über Dinge die zum Thema passen, das Krankheitsbild aber nur tangieren, so Haubold. Das könnten unter anderem Wadenschmerzen oder Augenerkrankungen sein. Die Patienten würden viel über Borreliose oder FSME hören. „Entscheidend ist immer der persönliche Wille. Außerdem kommt es darauf an, wie stark die Symptome sind. Gefragt ist vor allem Geduld“, sagte Jürgen Haubold. Es gebe Patienten, die sämtliche Medizinsparten durchlaufen. Da könne es durchaus sein, dass der eine oder andere „hängen“ bleibt, den Kampf aufgibt und sich der Situation fügt. Das könnte eine Berentung sein, so Haubold. Er geht davon aus, dass sich bei etwa der Hälfte der Betroffenen, die das Netzwerk besuchen, eine Besserung einstellt. Einigen von ihnen gelingt es auch, sich wieder ins tägliche Leben zu integrieren. „Der Weg ist oft schwer. Denn nicht immer stehen die Familienangehörigen hinter den Entscheidungen des Betroffenen. Da ist dann die Selbsthilfegruppe ganz wichtig“, sagte Jürgen Haubold. Zum Netzwerk gehören Mitglieder, Interessenten und andere Selbsthilfegruppen, die sich angeschlossen haben.

Für viele seien die Gruppendynamik und die Informationen, die sie bei den Treffen bekommen, wichtig. „So gibt es Ärzte, bei denen manche medizinische Behandlung im Zusammenhang mit dem Krankheitsbild kostenpflichtig ist, bei anderen nichts dazu bezahlt werden muss“, sagte Haubold. Die Betroffenen würden von den Treffen viele nützliche Hinweise mitnehmen. (DA/je)

Netzwerk Selbsthilfegruppe Sachsen, Borreliose, FSME und bakterielle Erkrankungen www.borreliose-sachsen.de oder Tel. 03724855355