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Donnerstag, 02.11.2017

Unterschriften-Aktion für bettelnde Kinder

Eine neue Polizeiverordnung sieht das Verbot vor. Die Treberhilfe will das verhindern – und hat schon prominente Unterstützer.

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© Symbolfoto: dpa

Bettelnde Kinder sind auch auf Dresdens Straßen zu sehen. Noch in diesem Jahr soll ihnen das Geldsammeln in der Öffentlichkeit verboten werden. Die neue Polizeiverordnung ist allerdings umstritten. So will die Treberhilfe verhindern, dass der Stadtrat im November das Bettelverbot beschließt. Der Verein, der sich mit Streetworkern um Arme kümmert, hat am Dienstag eine Petition gestartet.

„Die Polizeiverordnung ist ein weiterer Schritt, soziale Ungleichheit mit einem Verbot zu begegnen“, sagte Treberhilfe-Chef Dieter Wolfer am Mittwoch. Das Verbot dränge die Not in die Unsichtbarkeit. „Wir wollen die Armut bekämpfen und eben nicht die Armen.“

Unterschriften hat der Verein eigenen Angaben zufolge bereits vom Intendanten des Hellerauer Festspielhauses, Dieter Jaenicke, sowie von Vertretern der Kirchen und Hochschulen gesammelt. Bis zum Mittwochnachmittag hatten im Internet gut 40 Menschen unterzeichnet.

Wird das Verbot beschlossen, und Kinder betteln trotzdem, drohen den Familien Bußgelder bis zu 1 000 Euro. In Berlin wird es bereits so gehandhabt. (SZ/sr)

Leser-Kommentare

Insgesamt 6 Kommentare

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  1. Verlustangst

    Das Jammern der Sozialindustrie. Es geht nicht um die Kinder, es geht um den Verlust einer Einnahmequelle.

  2. Lysarion

    Es geht nicht um Armut. Diese Kinder (überwiegend Zigeuner - die Roma sind nur einer von mehreren Stämmen - vom Balkan) werden von kriminellen Strukturen ausgenutzt. In Deutschland muß niemand auf der Straße betteln! Das Bettelverbot ist daher richtig. Die Treberhilfe beweist mit ihrem Statement, dass ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber den Sozialhilfeorganisationen richtig ist. Aber: diese sind auch nicht in Bausch und Bogen zu verdammen!

  3. Sachse

    Petition ist unterschrieben.

  4. Realist

    Als ich 1990 das erste mal in West Berlin war, haben die mit einem Kleinkind im Arm vor Kaufhäusern und S-Bahn Stationen bettelnden Roma einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nach dem ich als gelernter DDR Bürger nun der Meinung war, da muss man doch helfen, erklärten mir die dortigen Einheimischen das Geschäftsmodell der Bettler und rieten von einer Spende ab. Schön, dass diese Kulturbereicherung nun auch seit einigen Jahren zu unserem Stadtbild gehört und eine engagierte Lobby in Form unserer staatlich alimentierten Kunst- und Glaubensheuchler findet. Das Gegenteil von Gut ist, es Gut zu meinen.

  5. E.Benheiter

    "Petition ist unterschrieben." -großer Fehler ist gemacht, # 3.

  6. Mutter

    Kann man irgendwo eine Petition unterschreiben, die sich FÜR das Verbot des Bettelns von Kindern einsetzt? Kinder gehören tagsüber in die Schule und nicht zum Betteln auf die Straße!!!

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