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Samstag, 06.06.2015

Umweltschule ist gerettet

Die Bildungsagentur muss die Grundschule genehmigen. Weiterführende Klassen darf sie aber völlig neu beurteilen.

Eingang zur Umweltschule Dresden.
Eingang zur Umweltschule Dresden.

© Sven Ellger

Aufatmen in der Natur- und Umweltschule. Der Betrieb der Grundschule am Manfred-von-Ardenne-Ring 20 ist sicher. Auch im kommenden Schuljahr können hier wieder rund 60 Jungen und Mädchen lernen. Das hat das Dresdner Verwaltungsgericht entschieden. „Einer Genehmigung des Betriebs der Grundschule steht damit nichts im Weg“, teilt dessen Sprecher Robert Bender mit. Das Gericht gab somit dem Träger der Natur- und Umweltschule, dem Verbund Sozialpädagogischer Projekte (VSP), recht. Dieser hatte die Sächsische Bildungsagentur verklagt, da die Behörde den Schulbetrieb bisher nur mit vorläufigen Genehmigungen Jahr für Jahr gestattet hatte.

Das war nicht richtig, befand nun das Richtergremium nach einer langen, mündlichen Verhandlung am Donnerstag. Außerdem liege das erforderliche besondere pädagogische Interesse an der Errichtung und dem Betrieb der Natur- und Umweltschule als staatliche Ersatzschule vor, heißt es in der Begründung. Das werde sowohl durch das Konzept als auch in der Umsetzung im bisherigen Schulbetrieb deutlich. „Mängel in der Gleichwertigkeit der Lehrziele und in der Sicherheit des Schulbetriebs sind nicht gegeben“, so Bender.

Bei Katrin Förster, der Geschäftsführerin des Schulträghers VSP löste das Urteil Freude aus. „Es wäre jetzt wünschenswert, dass wir nun wieder mit der Bildungsagentur ins Gespräch kommen“, sagt sie. Bei der Behörde reagiert Sprecherin Katrin Reis sachlich: „Wir werden das Urteil sorgfältig prüfen und schnellstmöglich eine Entscheidung in der Sache herbeiführen.“

Abgewiesen wurde vom Verwaltungsgericht jedoch der zweite Teil der Klage des VSP. Deshalb muss die Natur- und Umweltschule den Schulbetrieb für die Klassen fünf bis zwölf neu beantragen. „Das werden wir auch tun“, so Förster. (kah)