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Dienstag, 17.10.2017

Überholverbot für Laster auf der A 4

Wegen der vielen Unfälle dürfen Brummis zwischen Pulsnitz und Dresden nur noch die rechte Spur benutzen. Die neue Regel gilt bereits ab nächster Woche.

Von Sebastian Kositz

Ab nächster Woche gilt das Lkw-Überholverbot.
Ab nächster Woche gilt das Lkw-Überholverbot.

© Uwe Soeder

Bautzen/Dresden. Wegen der vielen Unfälle mit Lastwagen auf der A 4 greift der Freistaat jetzt durch. Bereits ab nächster Woche wird das Überholverbot für Lkw auf der Autobahn ausgeweitet. Künftig dürfen sich auch im Bereich zwischen den Anschlussstellen Pulsnitz und Hermsdorf in Richtung Dresden keine Brummis mehr überholen. Die entsprechenden Schilder werden in der nächsten Woche aufgestellt. Voraussichtlich ab Mittwoch oder Donnerstag dürfen die Laster dann auch in diesem Bereich nur noch die rechte Fahrspur nutzen.

Schon jetzt gilt auf dem vielbefahrenen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Hermsdorf und dem Dreieck Dresden-Nord ein Überholverbot für Brummis – sogar in beiden Richtungen. Sachsens Verkehrsministerium ist derzeit sogar daran, auszuloten, ob auch auf weiteren Abschnitten ein Überholverbot für Lkw verhängt werden kann. Dazu wird ein Gutachten erstellt, in dem Verkehrsbelastung und Unfallzahlen unter die Lupe genommen werden. Mit Ergebnissen wird Ende des Jahres gerechnet.

Wegen Bauarbeiten mussten sich Autofahrer in den vergangenen Wochen zwischen Pulsnitz und Ottendorf-Okrilla durch schmale Behelfsspuren zwängen. In Richtung Görlitz sollen die Fahrspuren an diesem Mittwoch wieder freigegeben werden, auf der Gegenseite werden die Baustellenabsperrungen in den folgenden Tagen abgeräumt. Im Anschluss werden in diesem Abschnitt die neuen Überholverbotsschilder montiert, heißt es aus dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Dresden.

Insgesamt gibt es im Freistaat 570 Kilometer Autobahn – auf etwas mehr als 80 Kilometern gilt dann ein zeitweises oder sogar gänzliches Überholverbot für Lastwagen. Dazu zählen auf der A 4 auch die Abschnitte zwischen dem Dreieck Nossen und Wilsdruff, zwischen Hellerau und dem Dreieck Dresden sowie im Bereich des steilen Anstiegs am Burkauer Berg.