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Donnerstag, 15.02.2018

Über 500 Verfahren gegen Schulschwänzer

Schulbummelei nimmt zu. Das Ordnungsamt des Landkreises Bautzen verhängt immer öfter Strafen.

Lieber daddeln statt lernen - die Zahl der Schulschwänzer wächst.
Lieber daddeln statt lernen - die Zahl der Schulschwänzer wächst.

© dpa

Bautzen. Das Ordnungsamt des Landkreises hat im vergangenen Jahr über 500 Verfahren wegen Schulbummelei geführt. Die meisten Schulschwänzer – mehr als 300 – gab es nach Angaben des Landratsamts an Berufsschulen. An Oberschulen haben über 100 Schüler mehr oder weniger oft unentschuldigt gefehlt, an Förderschulen gab es 42 Fälle, an Grundschulen 27.

Schulbummelei zählt als Ordnungswidrigkeit und wird mit einer Geldbuße geahndet. Die Höhe der Geldbußen summierte sich 2017 auf rund 42 000 Euro. „Das Schwänzen ist leider an der Tagesordnung“, sagt Ordnungsamtsleiter René Burk. Die Fallzahlen seien von Jahr zu Jahr steigend. Die Geldbußen sollen vor allem einen erzieherischen Wert haben, so Burk. Deshalb gehen die Bescheide bei Schülern, die über 14 Jahre alt sind, nicht an die Eltern, sondern an die Bummelanten selbst. Sie hätten dann die Möglichkeit, die Strafe von ihrem Taschengeld abzustottern oder bei gemeinnütziger Arbeit abzuarbeiten, erklärt der Ordnungsamtsleiter. (SZ/ju)