Dienstag, 04.12.2012

Über 50 Tote nach Taifun „Bopha"

Obwohl die Behörden vorgesorgt hatten, sind beim 16. schweren Unwetter der Saison auf den südlichen Philippinen Dutzende Menschen umgekommen. Taifun „Bopha" trieb zudem Zigtausende in Notunterkünfte.

Manila. Taifun „Bopha" hat auf den Philippinen über 50 Menschenleben gefordert und mindestens 57.000 Menschen in die Flucht getrieben. Der heftige Sturm war am frühen Dienstagmorgen bei Baganga an der Ostküste der Insel Mindanao an Land gekommen. Er wirbelte mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 185 Kilometern in der Stunde, riss Stromleitungen ein, Bäume um und deckte Häuser ab. In weiten Teilen der Region fiel der Strom aus.

Die Behörden teilten mit, dass in der Stadt Neu-Bataan 34 Menschen und in Cateel 23 Menschen umgekommen sind. In Medienberichten ist sogar von 43 Toten allein in Neu-Bataan die Rede. Zehntausende Menschen sind vor dem Taifun geflüchtet und in über 1.000 von der Regierung errichteten Notunterkünften untergekommen. Erste Berichte hatten von zwei Todesopfern gesprochen.

Nach einem verheerenden Tropensturm vor einem Jahr, bei dem auf Mindanao mehr als 1200 Menschen gestorben waren, hatten die Behörden diesmal vorgesorgt. Tausende Familien wurden vorsichtshalber schon vor dem Eintreffen des Taifuns in Notunterkünften untergebracht. Die Behörden hatten vor Erdrutschen und Sturzfluten gewarnt. Die Schulen blieben zu und über 100 Flüge wurden gestrichen.

„Bopha" ist der bislang mächtigste Taifun der Saison. Die Philippinen erleben zwischen Mai und November im Durchschnitte 20 Taifune und schwere Tropenstürme. „Bopha" war Nummer 16 in diesem Jahr. (dpa)