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Mittwoch, 03.01.2018

Trump: Mein atomarer Knopf ist größer als der von Nordkoreas Kim

Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un hatte den USA an Neujahr mit dem Atomwaffenknopf gedroht. Gut einen Tag später kontert US-Präsident Trump: seiner sei „größer & mächtiger“.

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US-Präsident Donald Trump (l) und Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un (r) rüsten verbal auf.
US-Präsident Donald Trump (l) und Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un (r) rüsten verbal auf.

© Ahn Young-Joon/AP/dpa

Washington/ New York. Im Atomstreit mit Nordkorea hat US-Präsident Donald Trump seine Rhetorik gegen Staatschef Kim Jong Un verschärft und mit dem Atomwaffenknopf gedroht. Kim habe just erklärt, dass sein „Atomwaffenknopf immer auf seinem Schreibtisch“ sei, schrieb Trump am Dienstagabend (Ortszeit). „Wird jemand aus seinem verarmten und ausgehungertem Regime ihn bitte darüber informieren, dass auch ich einen Atomwaffenknopf habe“, so der US-Präsident. „Aber er ist viel größer & mächtiger als seiner, und mein Knopf funktioniert!“

In seiner Neujahrsansprache am Montag hatte Kim gesagt, der „Atomwaffenknopf“ befinde sich immer auf seinem Schreibtisch. Die gesamte USA seien in Reichweite nordkoreanischer Atomwaffen. „Das ist Realität, keine bloße Drohung“.

Die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley hatte Nordkorea zuvor vor einem weiteren Raketentest gewarnt. „Wir hören Berichte, dass Nordkorea möglicherweise einen weiteren Raketentest plant“, sagte Haley am Dienstag in New York. „Ich hoffe, das wird nicht passieren. Aber falls es doch passiert, müssen wir noch härtere Maßnahmen gegen das nordkoreanische Regime ergreifen“, so Haley. Die USA würden niemals eine Atommacht Nordkorea akzeptieren.

Nach dem jüngsten Test einer neuen Interkontinentalrakete durch Nordkorea Ende November hatte der UN-Sicherheitsrat erst vor Weihnachten die Sanktionen gegen das Land noch mal verschärft. Unter anderem wird die Lieferung von Mineralölerzeugnissen wie Benzin, Diesel und Schweröl an Nordkorea danach weiter begrenzt. Pjöngjang hatte angegeben, mit der Hwasong-15 genannten Rakete das gesamte Festland der USA erreichen zu können. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

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  1. Steinhardt

    De facto haben die USA ja die "Atommacht" N.Korea schon akzeptiert. Das natürlich nicht, weil der kleine, dicke Kim so ein "cooles" Kerlchen ist, sondern weil er sich geografisch sowohl an China wie auch Russland anlehnen kann. Den "größeren Knopf" zu drücken würde dann für Trump keinen Unterschied mehr machen, das Inferno würde auch, ohne wenn und aber, voll in den USA einschlagen.

  2. Diplomat

    Es gibt nur einen Weg der die Lage entspannen kann der heißt Diplomatie. Südkorea hat es in der Hand auf das Gesprächsangebot von Kim einzugehen. Dazu sollte sich Trump heraushalten u.keine Drohungen mehr von sich geben. Es kommt nicht darauf an wer den größeren Knopf hat Atomschläge in beiden Richtungen hätten unermessliche Auswirkungen auf die ganze Welt. Bei den vorgeschlagenen Gesprächen muß man Nordkorea Zusammenarbeit in Wirtschaft u.kultureller Zusammenarbeit anbieten. DDR- BRD wäre das Modell erst als die Entspannung eintrat begann der Prozes der zur Widervereinigung führte.Das wird in Korea über Jahre dauern aber es gäbe keine Kriegsgefahr. Manöver u. Säbelrasseln ist heute gefährlich für die ganze Welt.Hartmut Koschyk CSU Politiker war mehrfach in Nordkorea und sieht es genauso .Es muß gelingen die USA aus dem Prozess herauszuhalten.Lasst uns 2018 friedliche Lösungen herbeiführen das befriedet unseren Planeten.Die Situation hier ist eine andere als Kampf gegen Islam.Staat

  3. Objektiv

    Das Gesprächsangebot von KIM wird platzen, wie eine Seifenblase. Wenn die Geschichte eines lehrt, dann dies: Bei Diktatoren hilft NIEMALS Appeasement Politik. Das macht Kriege nur wahrscheinlicher und größer. Auch die deutsche Wiedervereinigung wurde nicht wegen dem Märchen Entspannungs-Politik geschafft. Reagan hat die SU totgerüstet. Die SU war bankrott. Sie konnten den Ostblock nicht mehr finanzieren. Und dann ging alles sehr schnell, wie immer bei einer Pleite. Ob da vorher Entspannungs- oder Spannungs-Politik war, ist nur für Polit-Romantiker interessant. So auch bei Nordkorea. Sobald die beiden „Schutzmächte“ RU und China die Hand von Kim ziehen, ist er tot. Alles andere ist und bleibt Selbstbelügung.

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