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Trebuser Schiedsrichter mit Ehrennadel ausgezeichnet

Norbert Richter leitete über tausend Fußballspiele. Zum 70. Geburtstag wurde er dafür vom Sächsischen Fußballverband geehrt.

06.10.2017
Von Bernhard Donke

Schiedsrichter mit Ehrennadel ausgezeichnet
Norbert Richter, Schiedsrichter beim Trebuser SV, erhielt zum 70. Geburtstag die Ehrennadel des Sächsichen Fussballverbandes.

© bernhard donke

Zu den Gratulanten anlässlich des 70. Geburtstags von Norbert Richter gehörten nicht nur die Verwandten, Bekannten und die Sportfreunde des Trebuser SV, dem Verein, dem Richter seit seiner Jugendzeit angehört, sondern auch der Sächsische Fußballverband (SFV). Durch den Vereinsvorsitzenden Rolf Ninnemann und Steffen Eisold, verantwortlich für das Schiedsrichterwesen im Verein, wurde dem Jubilar im Namen des SFV und des Fußballverbands Oberlausitz (FVO) die Ehrennadel des Verbandes für seine Verdienste um das Schiedsrichterwesen im Verein und Verband überreicht. Norbert Richter gehört bereits seit 1970 der Schiedsrichtergilde an. In 47 Jahren hat er insgesamt 1 650 Spiele selbst geleitet oder als Assistent fungiert.

Auch als er der Arbeit wegen 2003 nach Baden-Württemberg übersiedelte, ließ ihn das Schiedsrichterwesen nicht los, weshalb sich Richter der dortigen Schiedsrichtergruppe Calw anschloss. In den 13 Jahren, die er beim SV Pfrondorf verbrachte, leitete er 400 Fußballspiele. Als der Schiedsrichter 2016 wieder nach Niesky zurückkehrte, stellte er sich seinem Verein sofort wieder zur Verfügung. „Ja wir freuen uns, dass Norbert wieder bei uns im Verein ist, denn ihn zeichnet eine hohe Einsatzbereitschaft aus. Deshalb sind wir auch ganz glücklich darüber, dass das mit der Ehrennadel anerkannt wird“, sagt Rolf Ninnemann.

Norbert Richter kam 1970 über den Fußballsport zur Schiedsrichtergilde. Leitete Spiele bis zur Kreisliga, war Assistent bis zur Bezirksliga im Nachwuchsbereich. Heute steht er in der Kreisklasse seinen Mann. Ans Aufhören denkt der 70-Jährige noch lange nicht. „Nein ich mache weiter, weil es mir Spaß macht und mich fit hält“, meint er gelassen.

Ein Spiel blieb Richter besonders in Erinnerung:„Es war ein Spiel im Württembergischen Verband. Da musste ich eine rein türkische Mannschaft gegen eine rein deutsche Mannschaft leiten. Da die Türken kein Deutsch und ich kein Türkisch können war das sehr kompliziert. Am Ende der 90 Minuten war ich froh unbehelligt vom Platz zu kommen“, sagt er.