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Donnerstag, 05.10.2017

Tränen und Lächeln

Für Friederike Wachtel hat es nicht zur Deutschen Weinkönigin gereicht. Für ihren Auftritt bekommt sie dennoch viel Anerkennung und Lob.

Von Daniel Förster

Sächsische Weinkönigin Friederike Wachtel wischt sich eine Träne aus dem Gesicht – weil sie keine Deutsche Weinkönigin wurde – und lächelt trotzdem.
Sächsische Weinkönigin Friederike Wachtel wischt sich eine Träne aus dem Gesicht – weil sie keine Deutsche Weinkönigin wurde – und lächelt trotzdem.

© Daniel Förster

Für die Sächsische Weinkönigin Friederike Wachtel hat es nicht zur deutschlandweiten Krönung gereicht. Dennoch kann sie stolz sein, kam sie doch in die engere Auswahl bei der Wahl der 69. deutschen Weinkönigin.

Friederike Wachtel arbeitet als Pressesprecherin am Heinrich-Schütz-Konservatorium. Sie überzeugte mit ihrer Bühnenerfahrung und ihrer Souveränität und konnte bei ihrer Wahl das Publikum auf ihre Seite ziehen. So hat sie sich unter den drei weiteren Mitbewerberinnen durchgesetzt und wurde zur Weinkönigin 2016/2017 für das Weinanbaugebiet Sachsen gewählt. Sie stammt aus einer Handwerkerfamilie in Krögis im Landkreis Meißen und zeichnet sich durch Kommunikationsstärke, Mut und Leidenschaft aus und liebt ihre sächsische Heimat ebenso wie den Genuss. „Du musst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst“, ist Friederikes Lebensmotto.

Als Weinhoheit mit Herzblut repräsentiert sie gern die sächsischen Winzer, ihre Weine und Heimat. Ihre Lieblingsweinsorte ist der Traminer. Ihr liegen Wein und Kultur nicht nur beruflich am Herzen, sie steht auch selbst als Gastsängerin in mehreren Ensembles auf der Bühne. Die sympathische Sächsin nimmt den Job der Weinkönigin sehr ernst, auch wenn er ihr wenig Zeit lässt für die Musik. „Ich mache Musik, seit ich zwölf bin, singe Jazz oder Pop mit verschiedenen Bands.“

Beruflich ist sie seit dem Studium bei der Elbland Philharmonie damit verbunden, wie nun ein Jahr lang mit dem Wein. „Er gehört für mich zur Kultur“, sagte die Brünette, die in einer Weinregion aufwuchs. Befreundete Winzer, die Weinschule und Crashkurse bei Youtube vermittelten ihr das nötige Fachwissen zum Wein – mit Erfolg.