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Freitag, 06.10.2017

Tödliche Überstunden

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© dpa

Tokio. Eine japanische Radioreporterin ist offenkundig nach massiver Arbeitsüberlastung an Herzversagen gestorben. Die 31-jährige Politikjournalistin hatte im Jahr 2013 in einem Monat 159 Überstunden angesammelt, berichtete der US-Sender CNN am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf den öffentlich-rechtlichen japanischen Rundfunk NHK.

Die Arbeitsbehörden seien zu dem Ergebnis gekommen, dass der Tod der Frau auf Überarbeitung zurückgehe. NHK erklärte, man nehme den Fall sehr ernst und werde die Arbeit der eigenen Journalisten reformieren.

Tod durch Überarbeitung ist in Japan so verbreitet, dass dafür eigens das Wort „karoshi“ geprägt wurde. In einer Regierungsstudie aus dem Jahr 2016 gaben 23 Prozent der befragten Firmen an, dass manche ihrer Mitarbeiter auf mehr als 80 Überstunden pro Monat kommen. Ein Jahr zuvor wurden 93 Fälle von Selbstmord oder versuchtem Suizid infolge von Überarbeitung offiziell anerkannt. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare

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  1. Dresdner Gewissen

    Nach dieser Meldung werden manche Arbeitgeber in Deutschland nach einem Seminar in Japan fragen auf dem sie lernen können wie man seine Arbeitnehmer so motiviert. Natürlich unbezahlte Überstunden!

  2. deutsche Sportgröße

    Selbstausbeutung bis zum Umfallen -das nennt man "sozialverträgliches Ableben".

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