Sonntag, 30.12.2012

Todesfälle nach Einnahme von Hustensirup

In Ostpakistan sind in den vergangenen drei Tagen 33 Menschen nach der Einnahme eines Morphiumderivats gestorben.

Lahore. Hustensirup ist möglicherweise für den Tod von 33 Menschen in Pakistan verantwortlich. Die Todesfälle ereigneten sich nach Behördenangaben vom Samstag in den vergangenen drei Tagen in der östlichen Stadt Gujranwala und Umgebung. Weitere 54 Menschen, die den Hustensirup eingenommen haben sollen, werden in Krankenhäusern der Stadt behandelt. Die Behörden vermuten, dass die Opfer den Sirup tranken, um sich in einen Rauschzustand zu versetzen.

In ihrem Magen wurde ein synthetisches Morphiumderivat gefunden, das Hustensirup zugesetzt wird. Wird es in großen Mengen getrunken, hat es eine bewusstseinsverändernde Wirkung. Untersucht werde nun, ob die Opfer zu viel Sirup tranken oder ob die Arznei Mängel aufwies. Erst im November waren in der nahe gelegenen Stadt Lahore 23 Menschen nach der Einnahme von Hustensirup gestorben. Auch sie sollen den Sirup als Rauschmittel benutzt haben. (dapd)

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