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Donnerstag, 29.01.2004

Todes-Sturz in acht Meter Tiefe

Tragischer Arbeitsunfall: Der 37-jährige Schornsteinfeger Jörg M. wollte am Dienstag eine Esse begutachten. Dazu stieg er auf ein schneebedecktes Dach, übersah dabei ein Glas-fenster. Er brach durch und stürzte in die Tiefe - tot.

Es war eigentlich reine Routine. Bezirksschornsteinfeger-meister Michael B. und sein 37-jähriger Geselle wollten den Schornstein der alten Papiermühle in Hainewalde bei Zittau überprüfen. „Der Geselle kletterte aufs Dach. Dabei betrat er eine schneebedeckte Dachluke, die sofort durchbrach. Er fiel acht Meter tief auf einen Betonboden“, so Polizeisprecher Uwe Horbaschk.

Sein Chef war derweil im Flur des Hauses. Er hörte das Poltern, rannte sofort aufs Dach. Da sah er die durchbrochene Luke. Der Meister wählte den Notruf. Schwer verletzt wurde Jörg M. ins Krankenhaus gebracht. Doch die Hilfe kam zu spät. Er starb nur wenige Stunden später.

Der Schock über seinen Tod sitzt tief. „Ich hab ihn noch am Sonntag beim Fußballturnier getroffen. Diese Nachricht ist schockierend“, sagt Michael Olbrig, Sportkamerad vom Fußballverein TSV 1861 Spitzkunnersdorf. Der Verunglückte kickte selbst für die alten Herren und war Schiedsrichter-Obmann seines Vereins. Jörg M. hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.