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Montag, 07.08.2017

Tim Georgi mit klasse Vorstellung

Mit der zweiten Wildcard in der laufenden Saison erreicht der Fahrer vom Freudenberg-Team in Brünn immerhin einen 18. Platz.

Von Christian Kluge

Beim 83. Internationalen Rennen auf dem Schleizer Dreieck siegte der Bischofswerdaer Pilot Tim Georgi (Mi.) vor Troy Bude (2.v.li.) und seinem Freudenberg-Teamkollegen Jan-Ole Jähnig, der Dritter wurde.
Beim 83. Internationalen Rennen auf dem Schleizer Dreieck siegte der Bischofswerdaer Pilot Tim Georgi (Mi.) vor Troy Bude (2.v.li.) und seinem Freudenberg-Teamkollegen Jan-Ole Jähnig, der Dritter wurde.

© Felix Wießmann

Motorrad-Weltmeisterschaft. Der 17-jährige Tim Georgi vom Freudenberg Racing Team Bischofswerda befindet sich derzeit in absoluter Topform. Erst vor einer Woche raste er bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) auf dem Schleizer Dreieck zum Sieg in der Klasse Supersport 300 – bei seinem Debüt als Gaststarter! Und am Sonntag war der gebürtige Berliner mit einer Wildcard schon wieder in der Moto 3-Weltmeisterschaft am Start. Beim Großen Preis von Tschechien auf der 5,4 Kilometer langen Strecke in Brünn belegte Georgi auf seinem KTM-Renner am Ende Rang 18.

Allerdings mit nicht einmal einer Sekunde Rückstand auf den besten Deutschen. Das war Philipp Öttl, der sich als Dreizehnter gerade noch drei WM-Punkte sichern konnte. Zwischenzeitlich hatte er mit Georgi in einer Sechsergruppe sogar hart kämpfen müssen, denn der Freudenberg-Pilot war auf der lange Zeit nassen Strecke sehr gut unterwegs. Er ließ am Ende 14 andere Fahrer hinter sich, obwohl er nach der Qualifikation nur vom 28. Platz ins Rennen gehen konnte.

Zwischenzeitlich fuhr Georgi sogar bis auf den achten Platz nach vorn. Die große Sensation blieb jedoch aus. Der Bischofswerdaer fiel auf dem trockener werdenden Kurs noch um zehn Plätze zurück und erklärte danach: „Ich bin nicht ganz zufrieden, aber ich denke, ich habe das Beste daraus gemacht. Auf abtrocknender Strecke waren es die schwierigsten Bedingungen, die man haben kann. Top 20 am Ende ist okay, der 18. Platz geht in Ordnung.“

Der Sieg ging in Brünn an den WM-Führenden Joan Mir, der damit schon seinen sechsten Saisonsieg in der Moto 3-Klasse feierte. Der Honda-Pilot aus Spanien führt in der Gesamtwertung mit 190 Punkten souverän vor dem Italiener Romano Fenati, der 148 Zähler auf dem Konto hat und in Tschechien Zweiter wurde. Weiter geht es für das so erfolgreiche Rennteam aus Bischofswerda am kommenden Wochenende mit den IDM-Rennen in Assen.