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Samstag, 04.11.2017

Tillich: Stellenabbau bei Siemens nicht nachvollziehbar

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Stanislaw Tillich
Stanislaw Tillich

© Archivbild: dpa

Dresden/München. Sachsen hält einen Stellenabbau bei Siemens in Görlitz für völlig ungerechtfertigt. „Hier Stellen zu streichen wäre nicht nachvollziehbar. Es sei denn, niedrigere Einkommen und damit deutlich niedrigere Abfindungen an den ostdeutschen Standorten würden das entscheidende Kriterium beim Personalabbau bilden“, sagte Tillich am Freitagabend. Das wäre ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten.

Tillich zeigte sich von der neuerlichen Siemens-Ankündigung zu einem massiven Stellenabbau überrascht: „Bisher wurde weder mit der Politik noch mit den Mitarbeitern über Alternativen oder Konzepte für die ostdeutschen Standorte gesprochen.“ Ebenso lasse Siemens offen, auf welcher Grundlage der Stellenabbau erfolgen solle. Der Standort Görlitz sei beispielhaft, seine Produktpalette nahezu konkurrenzlos. Er liefere weltweit, habe volle Auftragsbücher und mache Gewinne.

Siemens hatte am Freitag angekündigt, die Arbeitnehmer in zwei Wochen über den geplanten Stellenabbau zu informieren. „Es stehen massive Veränderungen bevor“, sagte Personalchefin Janina Kugel am Freitag. Einschnitte müssten sorgfältig durchdacht werden und möglichst sozialverträglich erfolgen.

Siemens will in der Kraftwerkssparte sowie bei Prozessindustrie und Antrieben wohl mehrere Tausend Stellen streichen. Der Konzern hat sich zu entsprechenden Medienberichten bisher nicht im Detail geäußert. Ob auch Werke geschlossen werden, ist unklar. In Erfurt, Görlitz, Leipzig und Erlangen gab es bereits Proteste. (dpa)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 11 Kommentare

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  1. Dresdner45

    Wo versteckt sich der Wirtschaftsminister Dulig? Er ist dafür da, sich um diese Probleme umgehend zu kümmern. Warum hört man von diesem Mann nichts?

  2. M.H.

    Ohne zum Fall Siemens aus meinem Nichtwissen zu philosophieren dennoch das: Insgesamt ist zu befürchten, dass die insbesondere von der CDU gelobte Förderung von IT und Co. auch auf Grund der Automatisierungstechnik vor allem im Bereich normaler mittlerer Arbeitsplätze in Zukunft noch ganz andere Schneisen geschlagen werden könnten... Es gab einen sehr interessanten Artikel unlängst in der FAZ vom 29.9. über die neue Religion aus China mit Namen „Künstliche Intelligenz „. Besinnen Sie sich bitte in Ihren letzten Tagen im Amt, Herr Tillich, auf das „C“ und helfen Sie beim Umdenken und umkehren mit! Ich denke an Cotesa und andere Rüstungshersteller in Sachsen... Sollen das wirklich Erfolge sein ? Wem nützt das und wem schadet es? Kehren wir alle um und besinnen uns auf Gott!

  3. Atheist

    Werter /e M.H. was wollen Sie mit Ihrem Beitrag aussagen: künstliche Intelligenz in Sachsen/Deutschland ausblenden .Die Realität besteht schon heute darin das wir uns zu spät mit IT ect beschäftigt haben u unser Bildungswesen nicht auf dem erforderlichen Stand ist. Die Welt hat sich immer weirterentwickelt . Was soll man sich da auf einen nicht existierenden Gott besinnen. Etwas intelligente Menschen wissen heute wie der Götterglaube entstand u.zur Machterhaltung ausgebaut wurde.Mit dem C im Parteinamen haben Sie recht der ist traditionell u. wird eines Tages auch verschwinden ,wie evtl auch diese u andere Parteien die sich auch oft göttlich fühlen. Aber selbstverständlich kann jeder glauben was er will .Auch ich habe einen Glauben - an die Gesetze der Natur und an Mich das hat bisher gut geholfen

  4. Dresdner45

    @M.H…. und was soll uns Gott mitteilen? Nicht alle Menschen wollen über das Wasser laufen können! Viele möchten nur das Schwimmen erlernen. Gott (gleich welcher) kann uns nichts Vernünftiges mitteilen. Wir sollten stattdessen weiter versuchen, die Welt und das Universum verstehen zu lernen. Der Glaube an Gott hat fast immer zu kriegerischen Auseinandersetzungen geführt. Es gibt nun einmal nicht den Super-Gott, aber jeder Gläubige ist der Meinung, dass nur sein Gott das Maß aller Dinge ist.

  5. M.H.

    Lieber Atheist, „göttlich fühlen“ ? Wer ist wie Gott... heißt übersetzt Michael (von dem Erzengel haben Sie ja sicherlich gehört...) - es führt zu nichts Wortstreit zu führen, wenn Sie das nicht haben können Sie es nicht verstehen. Vielleicht aber irgendwann. Gegen den christlichen Glauben wirkte insbesondre neben Kommunismus auch der sogenannten Humanismus, viele dieser Aufklärer waren Freimaurer. Dazu 1917 zum 200 Jahrestag Grosslogentreffen ein Happening italienischer Freimaurer auf dem Petersplatz, was Maximilian Kolbe sah (der in Auschwitz als Märtyrer starb), das was sich dahinter verbirgt. Gott ist lebendig und das was Sie glauben finden Sie in der Bibel unter Kolosser 2, 8-17. Ende Mai war Logentreffen in Dresden 300 Jahre... gegen diesen Geist hilft Glaube 1. Timotheus 3,16 und das Gebet.

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