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Samstag, 26.03.2011

Tierhasser vergiftet arme Hunde

In Langenberg (bei Raschau-Markersbach) geht offenbar ein Tierhasser um, vergiftet Hunde. Ein Vierbeiner ist bereits tot, zwei andere überlebten nur knapp. Jetzt jagt der Staatsanwalt den Täter. Polizeisprecherin Anett Münster (34): „Uns liegt eine Anzeige des Veterinäramtes vor. Die Kripo ermittelt.“

Langenberg. Für Samojeden-Hündin Inouk (6) kommt jede Hilfe zu spät: Die treue Begleiterin von Anita Stieler (60) starb trotz Behandlung. Mit Tränen steht die Besitzerin an Inouks Grab im Garten und klagt: „Wer tut das einem unschuldigen Geschöpf an? Das ist Sadismus!“

Inouk machte ihren letzten Spaziergang über eine Weide am Wald - wie die beiden Hunde von Cornelia Hänel-Sömisch (44). Auch die Symptome waren gleich: „Mein Beagle Tobi und Doggenmix Dana hatten nach dem Gang Schaum vor dem Maul, Durchfall und Erbrechen. Sie brachen zusammen und krampften.“

Dana und Tobi überlebten. Cornelia Hänel-Sömisch glaubt ebenfalls an einen Giftanschlag: „An der Weide lagen Katzenfutterdosen, die chemisch stanken. Vielleicht hat ein Jäger Gift ausgelegt, vielleicht ist es ein Hundehasser.“

Tierärztin Kerstin Brabant bestätigte: „Die Symptome der drei Hunde deuten auf Vergiftung hin.“ Das Veterinäramt des Erzgebirgskreises erstattete Anzeige. Jutta Leonhardt, Sprecherin des Landratsamts: „Wir sind besorgt und hoffen, dass der Fall schnell aufgeklärt wird. Den Hundehaltern wird empfohlen, ihre Tiere an die Leine zu nehmen.“ (bri)