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Dienstag, 15.05.2018

Tiefflüge werden Thema im Landtag

Warum müssen Militärflieger im Tiefflug über den Nationalpark Sächsische Schweiz donnern? Die Grünen verlangen Antworten.

Symbolbild: Ein Militärflugzeug fliegt (zu) tief übers Elbtal.
Symbolbild: Ein Militärflugzeug fliegt (zu) tief übers Elbtal.

© Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz

Sächsische Schweiz. Sie schreckten die Einwohner in Geising, im Müglitztal und in Bad Gottleuba auf: Am Nachmittag des 24. April donnerten zwei Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter der Bundeswehr in rund 300 Metern Flughöhe über das Osterzgebirge und verschwanden Richtung Sächsische Schweiz. Nach diesem Vorfall hat die Fraktion Bündnis 90/Grüne im Sächsischen Landtag eine Anfrage an die Staatsregierung zum Thema Tiefflüge gestellt.

„Wir Grünen setzen uns für ein Verbot des Überflugs von Schutzgebieten mit Motorflugzeugen unter 300 Meter Flughöhe ein“, begründet Katja Meier, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, die Anfrage. Die sensible Nationalparkregion werde regelmäßig durch militärische Tiefflüge belästigt. Das belaste nicht nur Urlauber und Anwohner, sondern auch die Tierwelt des Schutzgebietes. Sie wolle wissen, so Meier, welche Anstrengungen die Staatsregierung unternimmt, um eine Reduzierung der Tiefflüge über dem Nationalpark, gerade auch während der Brutsaison, zu bewirken.

Die Bundeswehr betont, dass militärischer Flugbetrieb über dem gesamten Bundesgebiet grundsätzlich zulässig und Tiefflug-Übungen für die Ausbildung der Piloten notwendig seien. Man versuche aber, die Belästigung der Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.

Die Antwort der Staatsregierung auf die Kleine Anfrage der Grünen soll bis zum 5. Juni vorliegen. (SZ)