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Freitag, 27.02.2015

Tickerprotokoll: Freiraum Elbtal geräumt

Am Freitagmorgen um acht Uhr sollte das von Künstlern besetzte Gelände des Freiraums Elbtal geräumt sein - aber Protestierer hatten Stellung bezogen.

Nach der Räumung des Freiraums Elbtal begannen die Abrissarbeiten.
Nach der Räumung des Freiraums Elbtal begannen die Abrissarbeiten.

© Norbert Millauer

Wir beenden unsere Berichterstattung und wünschen einen angenehmen Abend.

19:02 Uhr Bei der Person, die sich während der Räumung des Geländes in einem Baum aufgehalten hatte, handelt es sich um eine Demonstrantin. Wie ein Sprecher der Polizei erklärte, habe die Frau die Räumung sowie den Beginn der Abrissarbeiten durch den Eigentümer nicht behindert. Ob die Frau den Baum wieder verlassen hat oder noch immer der Dinge harrt, ist laut Polizei nicht bekannt.

Räumung des Freiraums Elbtal

16:18 Uhr: Die Polizei wird laut Aussage des Pressesprechers am Gelände ab jetzt nur eine „Nachsicherung“ durchführen. Weitere Räumungsmaßnahmen sind nicht geplant.

15:37 Uhr: Laut Aussage der Polizei sollen noch heute sämtliche Gebäude auf dem Freiraum-Areal abgerissen werden. Der Beginn der Arbeiten wird derzeit aber angeblich noch von einer Person verhindert, die in einer Baumkrone sitzt.

15:29 Uhr: Die Polizei Dresden vermeldet, dass bei der Freiraum-Räumung insgesamt 100 Beamte im Einsatz waren. Laut Polizeibericht dauert der Einsatz noch an.

15:23 Uhr: Alle Besetzer haben das Dach verlassen. Die Polizei wird nach Aussage eines Beamten aber auf dem Gelände präsent bleiben, um eine erneute Besetzung von Gebäuden zu verhindern.

15:08 Uhr: Laut SZ-Reporterin wurde den vom Dach geholten Personen angekündigt, dass sie die Kosten des Feuerwehreinsatzes zu tragen hätten.

15:06 Uhr: Am Elbufer unterhalb des Freiraum-Areals verteilen sich derweil noch etwa 40 bis 50 Unterstützer und Schaulustige.

15:02 Uhr: Die Besetzer - es sind doch zehn an der Zahl - werden jetzt einzeln vom Dach geholt. Da die Protestierer sich weigern zu kooperieren, werden sie von den Polizisten getragen.

14:28 Uhr: Die Polizei scheint den Einsatz langsam zu beenden. Die Polizeifahrzeuge, die bisher noch auf dem Elbradweg gestanden hatten, verlassen den Ort des Geschehens.

14:25 Uhr: Die Feuerwehr ist inzwischen vor Ort. Mittels einer Hebebühne sollen die verbliebenen Besetzer vom Dach geholt werden. Es handelt sich offenbar nur noch um fünf oder sechs Personen.

13:47 Uhr: Korrektur: Es befinden sich noch immer einige Besetzer auf einem Dach. Diese sind von Polizeibeamten umringt. Angeblich soll die Feuerwehr zu Hilfe gerufen worden sein, um die Protestierer vom Dach zu entfernen.

13:17 Uhr: Das letzte besetzte Dach wurde jetzt offenbar von der Polizei geräumt.

12:47 Uhr: Inzwischen haben Polizisten auf den Dächern Position bezogen - die Protestierer haben sich offenbar von dort entfernt.

12:30 Uhr: Auf dem Elberadweg am unteren Ende des zu räumenden Grundstücks stehen jetzt zahlreiche Polizeifahrzeuge. Ringsherum versammeln sich Schaulustige, Freiraum-Sympathisanten und Polizisten. Die Szenerie wirkt entspannt.

12:05 Uhr: Die Polizei hat inzwischen auch das benachbarte Gelände des Malteser Hilfsdienstes abgeriegelt. Von dort waren vereinzelt Protestierer auf das Freiraum-Areal gelangt. Der Abrissbagger bahnt sich auf dem nördlichen Teil des Grundstücks unterdessen weiter seinen Weg.

11:58 Uhr: Auch das Percussionensemble steht jetzt auch einem Dach und trommelt weiter unverzagt gegen die Räumung an.

11:34 Uhr: Das Protestgeschehen verlagert sich jetzt komplett auf den unteren, elbnahen Teil des Geländes. Im oberen Abschnitt ist der erste Bagger angerollt und beginnt damit, einen Flachbau einzureißen.

11:17 Uhr: Auf dem südlichen Teil des Grundstücks (Elbseite) wurde ein große Barrikade aus Sperrmüll errichtet. Derweil ziehen sich immer mehr Protestierer auf die Dächer der Gebäude zurück, zurzeit befinden sich dort etwa 50 Personen. Zu allem spielt noch immer die Percussionband.

10:53 Uhr: Inzwischen versuchen die jungen Aktivisten mit Materialien, die sie aus den Gebäuden holen, die elbnahen Zugänge des Geländes zu verbarrikadieren. Die Polizei hält das nicht davon ab, weiter ihres Amtes zu walten.

10:33 Uhr: Die Polizei räumt weiter nach und nach die Gebäude. Inzwischen ist bestätigt geworden, dass die Mitglieder des Freiraum Elbtal e.V. das Gelände bereits um 8:30 Uhr verlassen hatten. Die jetzt noch anwesenden Protestierer sind zumeist junge Sympathisanten.

10:08 Uhr: Laut Aussage der Linken-Stadträtin Jacqueline Muth gegenüber einer SZ-Reporterin befinden sich keine eigentlichen Bewohner des Freiraums mehr im Areal. Die wenigen Personen, die sich hier und da verbarrikadiert haben sollen, sind demnach Unterstützer des Freiraums.

10:05 Uhr: Die Polizei geht derzeit durch die zahlreichen Gebäude auf den Gelände, um dort eventuell befindliche Bewohner oder Unterstützer zu suchen und sie des Areals zu verweisen. Die Stimmung ist weitestgehend entspannt.

09:42 Uhr Außerhalb des Geländes halten sich derzeit etwa 100 bis 200 Unterstützer der „Freiräumler“ auf.

09:38 Uhr: Insgesamt ist die Situation ruhig. Vereinzelt führen Polizeibeamte Menschen vom Gelände, es gibt keinen Widerstand gegen die Maßnahmen der Polizei.

09:35 Uhr: Der Landtagsabgeordnete der Linken, André Schollbach, hat das Gelände inzwischen wieder verlassen. Er war nach eigener Aussage gekommen, um die „parlamentarische Kontrolle“ der Räumung wahrzunehmen.

08:56 Uhr: Inzwischen haben Polizisten den Zaun zum Gelände des Malteser Hilfsdienstes aufgeschnitten, um dem Gerichtsvollzieher den Zutritt zum Gelände zu ermöglichen.

08:54 Uhr: Sowohl der Gerichtsvollzieher als auch die Polizei fordern die Blockierer auf, den Platz zu räumen. Dem kommen die Menschen allerdings nicht nach, viel mehr gesellen sich weitere Freiraum-Sympathisanten dazu.

08:41 Uhr: Zum „Protestfrühstück“ auf dem Puschkinplatz kommen immer mehr Menschen, darunter inzwischen auch Stadträte wie Torsten Schulze von den Grünen und Jacqueline Muth (Die Linke). Mit dem Frühstück wollen die Veranstalter auf die Problematik für die subkulturelle Szene Dresdens aufmerksam machen, die sich mit dem Ende des Freiraums ergibt. Unterdessen spielt eine Percussiongruppe.

08:23 Uhr: Seit den frühen Morgenstunden besetzen einige Menschen das Gelände der Leipziger Straße 33a. Ob es sich dabei um Bewohner oder Sympathisantendes des Freiraums handelt, ist unklar. Vor der Zufahrt haben sich derweil Gegner der Räumung mit Sofas und Schildern niedergelassen. Neben dem Gerichtsvollzieher sind auch die Polizei und ein Vertreter des Bauträgers vor Ort.

Am heutigen Freitag, Punkt 08 Uhr, rückte der Gerichtsvollzieher an, um das Gelände an der Leipziger Straße 33 zu räumen. Dort halten sich noch immer Mitglieder des Vereins Freiraum Elbtal auf, obwohl die Räumungsfrist mehrfach verlängert wurde. Doch heute ist wohl definitiv Schluss. Auf dem Gelände südlich der Leipziger Straße will Regine Töberich mit ihrem Unternehmen Dresden-Bau das Quartier „Marina Garden“ mit 224 Wohnungen errichten. Die Stadtratsmehrheit aus Rot-Grün-Rot beschloss stattdessen jedoch den „Puschkin Park“. Damit ist nur noch der Bau von ein- bis zweireihigen Häusern mit maximal vier Geschossen erlaubt. Bis zur Elbe soll aber viel Gelände frei und begrünt bleiben. Ob Töberich unter diesen Umständen bauen will, ist allerdings unwahrscheinlich. Wegen der drohenden Zwangsräumung des Freiraum Elbtals ist heute ab 7 Uhr ein „Protestfrühstück“ am Alexander-Puschkin-Platz geplant.