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Montag, 19.10.2015

Tickerprotokoll: Das Demo-Geschehen in Dresden

Pegida feiert mit einer Kundgebung sein einjähriges Bestehen. Mehrere Tausend Gegendemonstranten stellen sich dem entgegen. Bei teils heftigen Rangeleien gab es Verletzte. Wir berichten im Liveticker.

23:14 Uhr: Wir beenden unseren Ticker. Einen zusammenfassenden Artikel finden Sie hier.

Bilder von den Demos in Dresden

22:43 Uhr. Eine Randnotiz: RT deutsch teilt via Twitter mit, dass ein Ruptly-Kameramann von mehreren Pegida-Teilnehmern bei der Berichterstattung zusammengeschlagen wurde. Der Tweet wurde später wieder gelöscht, aber auf der Website wird der Fall noch beschrieben. RT, der deutsche Ableger eines russischen Senders, hat die Pegida-Kundgebung live übertragen.

22:40 Uhr: NoLegida-Demonstranten haben vom Bahnhof Neustadt und Hauptbahnhof mit Bussen und Bahnen die Heimfahrt angetreten.

22:29 Uhr: Die Demonstration, die vom Postplatz zum Theaterplatz gezogen ist, löst sich jetzt langsam auf. Die verbliebenen rund 300 Gegen-Pegida-Demonstranten ziehen sich über die Augustusbrücke in Richtung Goldener Reiter zurück. Dort soll diese Demo dann auch enden.

22:24 Uhr: Die Polizei ist heute mit knapp 2 000 Beamten in Dresden im Einsatz, teilt ein Polizeisprecher auf SZ-Anfrage mit. Mittlerweile beruhigt sich die Lage etwas.

22:18 Uhr: Dresdens Polizeisprecher Marko Laske fasst auf sz-online-Nachfrage den Abend vorab kurz zusammen: „Es gab einen Schwerverletzten am Abend. Er wurde im Bereich Devrientstraße vor Beginn der Demonstration zusammengeschlagen. Der Mann wollte zu Pegida.“ Das Gerücht, der Mann sei mit einer Eisenstange geschlagen worden, bestätigte auch er nicht. Laske sagte auch, dass von beiden Seiten mit Gegenständen und Pyrotechnik geworfen wurde. Die Polizei hatte rings um den Theaterplatz Absperrungen errichtet, um die Lager während der Kundgebung getrennt zu halten. Da der Einsatz in der Stadt andauert, ist dies nur ein Zwischenfazit.

22:00 Uhr: Die Polizei twittert, dass an der Wilsdruffer Straße/Altmarktgalerie „gewaltbereites Klientel“ unterwegs sei. Man sei mit starken Kräften vor Ort.

22:00 Uhr: Auf dem Postplatz riegelt die Polizei in Richtung Altstadt ab. Die dort stehenden Gegen-Pegida-Demonstranten ziehen jetzt zum Theaterplatz.

21:50 Uhr: Der MDR berichtet, dass es auch am Albertplatz in der Dresdner Neustadt Ausschreitungen von Hooligans gegeben habe. Hier soll die Polizei die Lage unter Kontrolle gebracht haben.

21:50 Uhr: Auch am Postplatz haben offenbar Neonazis Menschen verletzt. Ein SZ-Reporter berichtet, dass Menschen zu Boden gingen. Er selbst habe sich in Sicherheit bringen können. Die Ostra-Allee in Höhe Schauspielhaus ist mittlerweile komplett durch die Polizei abgeriegelt. Es ist eine sehr unübersichtliche Lage.

21:42 Uhr: Die Lage eskaliert: Ein SZ-Reporter mischte sich unter eine Gruppe von Pegida-Demonstranten, die in Richtung Bahnhof-Mitte zog. Zuvor hatte er beobachtet, wie sich viele von ihnen auf der Ostra-Allee mit Steinen und herumliegendem Material bewaffneten. Von der Polizei unbemerkt lief die mehrere hundert Mann starke Gruppe zum Bahnhof-Mitte. Auf dem Weg dorthin machten sie plötzlich Jagd auf zwei Männer. Unser Reporter schilderte am Telefon, dass auf sie mit Flaschen eingeschlagen wurde. Einer ging verletzt zu Boden. Nach eigenen Angaben ist der verletzte Mann Marrokkaner.

21:40 Uhr: Eine Reporterin berichtet, dass auf der Packhofstraße eine Polizistin von Pegida-Anhängern verletzt wurde. Die Menge beschimpfte die Polizei, sie sollen sich überlgen, wem sie den Eid geschworen haben.

21:35 Uhr: Schwarz gekeidete Demonstranten liefern sich vor dem Haus der Presse eine Straßenschlacht mit der Polizei. Es fliegen Zäune, Böller, Verkehrsbaken.

21:26 Uhr: Rund 200 linke Demonstranten ziehen von der Ostra-Alle in Richtung Postplatz ab. Eine Nachhut von etwa 40 Personen wird von einer zahlenmäßig ebenso großen Gruppe rechter Demonstranten angegriffen. Es kommt zu handgreiflichen Auseinandersetzungen. Die Polizei trennt die Gruppen.

21:23 Uhr: Auf der Ostra-Allee sind offenbar Steine geworfen worden. Pegida-Anhänger haben ihrerseits Böller gezündet. Die Polizei twittert „Gewalt ist nicht tolerabel. #DD1910“

21:15 Uhr: Die Polizei fordert Gegendemonstranten auf, sich auf die Ostra-Allee zurückzuziehen. Es gibt kleinere Rangeleien, aber die Demonstranten leisten dem Folge. Sie rufen der Polizei zu: „Wo wart ihr in Heidenau?“ Das spielt darauf an, dass bei den Ausschreitungen vor einem Heidenauer Flüchtlingsheim keine Wasserwerfer im Einsatz waren.

21:12 Uhr: Die Polizei bestätigte jetzt den Schwerverletzten auch offiziell. Der Mann wurde demnach auf dem Weg zur Pegida-Kundgebung angegriffen, sagte ein Sprecher. Einen Angriff mit einer Eisenstange schloss er aus. Dies hatte früher am Abend ein anderer Polizeisprecher gegenüber sz-online erklärt.

21:08 Uhr: Die Pegida-Kundgebung löst sich nun auf. Überall in der Umgebung verharren Gegendemonstranten. An der Packhofstraße steht noch eine größere Gruppe mit Lautsprecherwagen. Auf der Straße „Am Zwingerteich“ stehen zwei Wasserwerfer bereit, die Straße wird von Polizei hell ausgeleuchtet. Offenbar werden die abreisenden Pegida-Anhänger hier entlang geführt.

21:05 Uhr: Auf dem Schlossplatz sind noch etwa 1 000 Menschen versammelt. Die Stimmung unter den Gegendemonstranten ist gut. Luftballons schwirren durch die Luft, aus den Lautsprechern dröhnt Musik. Übers Terrassenufer kommen immer wieder Teilnehmer der Pegida-Kundgebung.

20:52 Uhr: Ein Reporter der Deutschen Welle ist angegriffen worden. Das berichtet ein Kollege. Er selbst wurde dabei als Faschist bezeichnet.

20:52 Uhr: Ein Redner namens „Horst“ scheint viele bei Pegida nicht zu interessieren - sie treten die Heimreise an.

20:52 Uhr: Pegida-Anhänger ziehen nun über die Devrientstraße und dann vermutlich Packhofstraße ab. Polizei trennt sie von Gegendemonstranten. Diese rufen: „Nationalismus muss raus aus den Köpfen“.

20:46 Uhr: Die Blockade am Terrassenufer kam nicht zustande. Pegida-Teilnehmer ziehen nun grüppchenweise über das Terrassenufer Richtung Carolabrücke ab. Hier ein Video vom Geschehen.

20:45 Uhr: Die dpa berichtet von mehreren Angriffen von Gegendemonstranten auf Polizeibeamte. Daraufhin hätten die Polizisten Pfefferspray eingesetzt.

20:45 Uhr: An der Brühlschen Terrasse versuchen Gegendemonstranten Barrikaden zu errichten, um so das Abziehen der Pegida-Teilnehmer zu blockieren. Die Polizei fährt massive Verstärkung heran.

20:43 Uhr: Die Blockaden an der Packhofstraße und der Maxstraße wurden durch die Polizei weggeräumt. Am Fürstenzug werden derweil Gegendemonstranten zurückgedrängt.

20:40 Uhr: Die Stimmung an und unter der Augustusbrücke ist sehr aufgeheizt. Von oben wird gebrüllt und gepfiffen. Von unten auch. Mancher Pegida-Anhänger provoziert mit Stinkefingern.

20:39 Uhr: Pegida-Demonstranten. dio in Richtung Carolabrücke gehen, werden von Gegendemonstranten, die auf der Augustusbrücke stehen, als Nazis bezeichnet. „Nazis raus“ und „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“ ist zu hören.

20:37 Uhr: Die Pegida-Teilnehmer sind der vielen Reden und Videoclips offenbar müde; sie verlassen in Scharen den Theaterplatz über das Terrassenufer.

20:36 Uhr: Bachmann zitiert die 20 000er-Zahl aus unserem Ticker. Diese empfinden die Teilnehmer natürlich als gelogen. „Lügenpresse, Lügenpresse, Lügenpresse …“ und so weiter.

20:35 Uhr: Nun ist klar: Die Pegida-Teilnehmer werden hinter dem Landtag und dem Maritim-Hotel in Richtung Kongresszentrum und Marienbrücke abgeleitet. Entsprechend schwer ausgerüstete Polizisten und zahlreiche Einsatzfahrzeuge bilden ein Spalier entlang der Elbe.

20:30 Uhr: Durch abreisende Pegida-Anhänger und Gegendemonstranten wird es wohl am Landtag eng. Der Journalistenverband warnte auf Twitter Fotografen vor dem Bereich Landtag.

20:27 Uhr: Auf der kleinen Packhofstraße gleich neben dem Morgenpost-Gebäude wurde eine Barrikade errichtet. Video auf Twitter.

20:25 Uhr: Eine SZ-Reporterin teilt erst jetzt mit, dass vor etwa einer halben Stunde laut Polizeisprecher einige Pegida-Anhänger Gegenstände vom Biergarten neben dem Italienischem Dörfchen auf unten vorbeilaufende Gegendemonstranten geworfen haben. Die Polizei räumte Teile des Gartens, in dem bis zuletzt noch Bier ausgeschenkt wurde.

20:15 Uhr: Mit massiven Polizeikräften werden derzeit der Bernhard-Lindenau-Platz am Landtag und die Devrientstraße abgesichert. Auf dieser Strecke sollen die Pegida-Teilnehmer den Theaterplatz verlassen. An der Commerzbank haben sich bereits einige Hundert Gegendemonstranten versammelt.

20:10 Uhr: Mittlerweile spricht der deutsch-türkische Autor Akif Pirincci bei Pegida. Er sagt, dass Politiker „zunehmend als Gauleiter gegen das eigene Volk“ agiere. Er zieht Parallelen zwischen der sogenannten „Umvolkung“ der Nazis, die eine Germanisierung und Arisierung der Bevölkerung in den eroberten Ostgebieten zum Ziel hatte, mit heutigen Verhältnissen. In diesem Stil geht es weiter, den Pegida-Anhängern scheint das zu gefallen.

20:05 Uhr: Die Polizei teilt über Twitter mit: „Bitte bleibt besonnen, damit der Abend friedlich bleibt.“

20:04 Uhr: Unter den Pegida-Anhängern verfolgen Hunderte den Tag in Dresden auf den Live-Tickern der Lügenpresse. Unser Reporter berichtet von unzähligen Handybildschirmen, auf denen unser Ticker oder der anderer Dresdner Medien zu sehen ist.

19:55 Uhr: Nun kündigt Lutz Bachmann die neue Hymne an. Danach ist Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling dran. Sie findet alles ganz wunderbar, spricht von Strahlkraft, zerstörten Kulturen, sinkenden Medienauflagen. Pegida gebe Raum für Respekt, viele Teilnehmer empfänden die Pegida-Märsche als Therapie, so Festerling. In diesem Stil geht es weiter.

19:45 Uhr: Derweil plaudert Lutz Bachmann aus seinem Leben und zitiert seine verstorbene Großmutter. Radio Dresden twittert dazu „Zieht es euch rein, sagt Bachmann. Aus seinem Mund klingt das fast komisch“. Bachmann war in seiner Vergangenheit wegen Drogendelikten aufgefallen.

19:40 Uhr: „Durchgezählt“ schätzt zudem, dass mindestens 14 000 Pegida-Gegner auf den Straßen unterwegs waren.

19:35 Uhr: Die Studentengruppe „Durchgezählt“ nennt eine erste, durch Flächenschätzung ermittelte, Teilnehmerzahl bei Pegida: Zwischen 15 000 und 20 000 sollen es sein. Lutz Bachmann nannte hingegen die Zahl von 39 000 Teilnehmern, wobei wie immer unklar bleibt, wie er zu dieser Zahl kommt.

19:25 Uhr: Immer mehr Gegendemonstranten strömen zum Postplatz, wo nach Reden von Eva-Maria Stange (SPD) und Katja Kipping (Linke) nun eine Band spielt. Auf der Wilsdruffer Straße geht verkehrsmäßig gar nichts mehr.

19:20 Uhr: Die Polizei riegelt den Schloßplatz ab. Pegida-Demonstranten, die entlang des Fürstenzuges kommen und noch immer in Richtung Theaterplatz wollen, werden von schwer gerüsteten Bundespolizisten eskortiert.

19:18 Uhr: Es gibt Verletzte. Bei den kurzen aber heftigen Ausschreitungen im Umfeld der Pegida-Demonstration kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen. Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage von sz-online erklärte, wurde ein Pegida-Demonstrant mit einer Eisenstange geschlagen. Er erlitt schwere Verletzungen. Drei weitere Pegida-Demonstranten hätten leichte Verletzungen erlitten. Die Informationen sind jedoch von der Einsatzleitung noch nicht bestätigt.

19:10 Uhr: Katja Kipping (Die Linke) bilanziert, dass etwa „15.000 Teilnehmer“ an den Gegendemos als Erfolg zu werten seien.

19:09 Uhr: Im Zwingergarten ist nun berittene Polizei im Einsatz. Hier wurden zuletzt linke Gegendemonstranten gesehen.

19:07 Uhr: Über den Schloßplatz dröhnt eben „No Pegida“ von Yellow Umbrella. Die Stimmung hat sich wieder etwas beruhigt.

19:01 Uhr: Bei Pegida wird auf einer großen Video-Wand die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin eingespielt sowie weitere O-Töne von Politikern zu Pegida. Begleitet wird das von einem Pfeifkonzert.

19:01 Uhr: Eine Drohne fliegt über dem Theaterplatz. Einer der Pegidateilnehmer lässt sie in seinen Händen landen

19:00 Uhr: SZ-Reportern schätzen, dass sich auf dem Theaterplatz mindestens 20 000 Pegida-Anhänger versammelt haben. Die Menge lauschte zunächst Bachmann, danach waren Redner aus Tschechien und Italien an der Reihe.

18:53 Uhr: Auf dem Schloßplatz geraten Pegida-Anhänger und Gegendemonstranten aneinander. Es wird Pyrotechnik gezündet. Die Polizei hat alle Mühe, die Parteien auseinanderzuhalten.

18:52 Uhr: Zahlreiche Kultur- und Kunstinstitutionen sowie religiöse Gemeinden wollten in einer gemeinsamen Aktion ihre Außenbeleuchtungen ausschalten. Die beteiligten Häuser löschen ihre Lichter, um nicht als Kulisse für die fremdenfeindliche Pegida zu dienen. An der Aktion beteiligen sich das Staatsschauspiel, die Hochschule für Bildende Künste, das Stadtmuseum, das Hygiene-Museum, die Kreuzkirche, das Verkehrsmuseum, die Städtische Galerie Dresden, die staatliche Kunstsammlungen, die Semperoper, die Gläserne Manufaktur von Volkswagen sowie die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten. Zu letzterer zählen Zwinger und Residenzschloss.

18:50 Uhr: Lutz Bachmann beklagt sich über „Beschimpfungen“ seitens der Politiker. Man sei bedroht worden, als „ratten“ verunglimpft. Aber: Man wolle bleiben, um zu siegen. Das „Volk“ skandiert „Vaterlandsverräter“. Bachmann will nun Innenminister de Maiziere wegen Beleidigung und Volksverhetzung anzeigen, weil dieser das Orga-Team als harte Rechtsextremisten bezeichnet hatte. In diesem Stil geht es weiter, Bachmann sei sich keiner Schuld bewusst.

18:49 Uhr: Polizei hat Antifa aus dem SPD-Zug an der Wiese hinter dem Kongresszentrum eingekesselt.

18:47 Uhr: Der Zug von „Dresden nazifrei“ befindet sich jetzt am Schloßplatz. Das Ende war bei Ankunft noch lange nicht auf der anderen Seite der Augustusbrücke angekommen. Es staute sich förmlich am Aufgang zur Brücke.

18:43 Uhr: Theaterplatz: Die Pegida-Anhänger skandieren „Merkel muss weg“. Auch „Wir sind das Volk“ wird gerufen. Lutz Bachmann verkündet die Auflagen.

18:42 Uhr: Der Zug vom Straßburger Platz ist jetzt am Neumarkt angekommen. Auf dem Weg dort hin hat es ein Scharmützel mit Pegida-Anhängern aus Meißen und Bad Liebenwerda (identifizierende Schilder und Schriftzüge wurden getragen) gegeben. Der „Herz statt Hetze“-Zug wurde übel bepöbelt.

18:35 Uhr: Auf dem Theaterplatz sind mittlerweile Tausende Pegida-Anhänger, umringt von Zäunen und der Polizei.

18:33 Uhr: Antifa versucht, hinter dem Landtag an der Elbe durchzubrechen. Die Polizei rückt vor. Pegida-Sympathisanten rennen, hinter dem Maritim-Hotel werden Böller gezündet. Polizeitaktik: Antifa wird abgedrängt in Richtung Marienbrücke - und darum raus aus dem Zentrum.

18:30 Uhr: Hooligans im Zwingergarten. Böller fliegen. Polizei greift rabiat ein, hat die Lage schnell wieder unter Kontrolle.

18:30 Uhr: Erste Rangeleien zwischen Taschenbergpalais und Zwinger. Polizei geht dazwischen, laute Böllerknalle sind zu hören.

18:25 Uhr: An der Elbe hinter dem Kongresszentrum laufen Dutzende schwarz gekleidete Menschen. Unklar, welchem Lager diese zuzuordnen sind.

18:21 Uhr: Offenbar linke Gegendemonstranten rennen nun plötzlich von der Ostra-Allee über die Kleine Packhofstraße in Richtung Landtag. Die Polizei kann diese Gruppe nicht stoppen.

18:20 Uhr: Der Demonstrationszug am Straßburger Platz hat sich in Bewegung gesetzt. Es sind deutlich mehr als die angemeldeten 750 Menschen gekommen. Ein SZ-Reporter schätzt rund 2 500 Menschen. Unterdessen hat sich auch die Gruppe mutmaßlicher Pegida-Anhänger in Bewegung gesetzt. Sie werden von inzwischen Helm tragenden Polizisten begleitet.

18:18 Uhr: Zitat von einem unserer Reporter: „Jesus-Typ mit Rasta-Zöpfen, Vollbart, Kapuze und Antifa-Fahne hat mir gerade ein paar Joint-Züge angeboten. Habe dankend abgelehnt, roch aber nach Jugend.“

18:12 Uhr: Bei der „Herz statt Hetze“-Demo am Straßburger Platz sind ersten Schätzungen zufolge mehrere Tausend Menschen. Auch Vertreter von „Amnesty International“ sind hier dabei.

18:05 Uhr: Die am Bahnhof-Mitte gestartete Demo ist nun vor dem Haus der Presse. Hier soll einen kurzen Halt geben, der „ein Zeichen der Solidarität mit freien Medien“ sein soll. Sehr überzeugend ist das aber nicht. Einer SZ-Reporterin wurde das Handy aus der Hand geschlagen.

18:03 Uhr Der Protestzug vom Bahnhof Mitte biegt in die Maxstraße ab und geht in Richtung Haus der Presse. Video von unterwegs.

18:04 Uhr: Der Zug, der an der TU gestartet war, ist inzwischen am Altmarkt angekommen und macht dort eine kurze Pause. Die Organisatoren von „Chemnitz nazifrei“ sprechen von 4 000 bis 5 000 Teilnehmer. Diese Zahlen decken sich mit einer Schätzung der Polizei. Ein SZ-Reporter vor Ort sagte, der Altmarkt sei zur Hälfte mit Menschen gefüllt. Am Postplatz will sich der Zug mit anderen Demonstrationen verbinden.

18 Uhr: Am Bahnhof-Mitte dürften sich zu Beginn der Kundgebung 1500 Menschen versammelt haben. Die Veranstalter sprechen von 2 000 Teilnehmern. Ein Demo-Halt am Haus der Presse soll „ein Zeichen der Solidarität mit freien Medien“ sein. Tatsächlich stehen an einer Unterführung am Bahnhof-Mitte rund 100 überwiegend junge Leute, die dem Schwarzen Block der Antifa zuzuordnen sind. Insgesamt strahlt die Kundgebung jedoch Friedfertigkeit aus. Viele Familien, Rentner, Mittelschicht sind hier zu sehen.

17:55 Uhr: Die Polizei hat einen Pegida-Demoteilnehmer herausgezogen - er hatte ein Plakat mit Merkel in Naziuniform dabei. Die Armbinde zeigte statt eines Hakenkreuzes ein Eurozeichen.

17:54 Uhr: Auf dem Theaterplatz sind mittlerweile geschätzt mehr als 1 000 Pegida-Anhänger eingetroffen. Auf Twitter ist ein Demonstrant zu sehen, der stolz einen kleinen Galgen zeigt.

17:50 Uhr: Menschenmassen auch bei der „Herz statt Hetze“ - Gegendemo am Straßburger Platz. Von hier aus soll es ab 18 Uhr Richtung Neumarkt gehen. Gegenüber - an der Dynamo-Stammkneipe „Ackis Sportsbar“ stehen allerdings auch Menschen, die ganz offensichtlich nicht zu dieser Demo gehen.

17:42 Uhr: Vor dem Taschenbergpalais hat „Die Partei“ ihren Platz eingenommen. Wer zur Pegida-Kundgebung gehen will, muss daran vorbei. Bestens gelaunt singen die rund 60 gekommenen Anhänger der Satirepartei Geburtstagslieder. Einer von ihnen hat sich ein Hitlerbärtchen unter die Nase geklebt, andere halten Transparente mit Aufschriften wie „Ein Jahr im rechten Licht“ oder „Rational befreite Zone“ in die Luft. Motto der Versammlung: Kindergeburtstag.

17:41 Uhr: Inzwischen hat die Kundgebung am Bahnhof Mitte begonnen. Rund 1 200 Menschen sind nach Schätzung eines SZ-Reporters vor Ort. Nach der Kundgebung wird sich der Demonstrationszug in Richtung Postplatz aufbrechen. Unterwegs solle es einen Zwischenhalt am Haus der Presse geben.

17:35 Uhr: Auch Reiterstaffeln der Polizei werden eingesetzt. Aktuelle reitet eine 4er-Patrouille vor der Semperoper entlang.

17:33 Uhr: Die vom Fritz-Förster-Platz kommende Demo von „Chemnitz nazifrei“, an der sich offenbar neuen Schätzungen etwa 5000 Menschen beteiligen, ist mittlerweile am Altmarkt eingetroffen. Aus Polizeikreisen war diese Teilnehmerzahl ebenfalls zu hören.

17:32 Uhr: „Let´s go to the other side“: Zwei amerikanische Touristen verlassen fluchtartig den Theaterplatz und gehen zügig über die Augustusbrücke in Richtung Neustadt.

17:30 Uhr: Die Partei ist mit ca. 80 Teilnehmern über die Augustusbrücke gezogen und zieht nun mit „Happy Birthday“-Rufen durch das Georgentor.

17:29 Uhr: Mit einer deutlichen Botschaft gegen Intoleranz hat die Semperoper Anhänger des Pegida-Bündnisses auf dem Theaterplatz empfangen. „Wir sind kein Bühnenbild für Fremdenhass“, hieß es auf der elektronischen Leinwand, die an der Oper angebracht war. Im Wechsel leuchtete der Satz auf: „Wir sind keine Kulisse für Intoleranz“. Während dessen hat Pegida eine Videoleinwand vor dem Italienischen Dörfchen aufgebaut.

17:28 Uhr: Martin Dulig sagt am Bahnhof Mitte: „Ich will mit den Pegida-Chefs nach wie vor nichts zu tun haben. Das sind Rechtsradikale.“ Sachsens Wirtschaftsminister plädiert für neue Formen der Demokratie, um die zu gewinnen, die im Mitlaufen bei Pegida die einzige Möglichkeit des Protestes sehen. An welche neuen Demokratieformen er dabei denkt, sagt er nicht. Unterdessen ist auch Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) am Bahnhof Mitte eingetroffen. Etwa 700 Demonstranten sind an dieser Stelle derzeit versammelt. Von allen Seiten bekommt der Platz am Bahnhof Mitte noch immer Zulauf.

17:25 Uhr: Eigentlich sollte es am Schlesischen Platz um 17 Uhr losgehen. Allerdings verzögert sich das.

17:17 Uhr: Der Schlesische Platz am Bahnhof Neustadt - Startpunkt der Demo von „Dresden nazifrei“ - ist mittlerweile gefüllt. Aus dm Bahnhof strömen weiterhin viele Menschen. Sie haben Mühe, aus der Bahnhofshalle zu kommen. Geschätzt sind hier mehr als 2 000 Menschen versammelt.

17:15 Uhr: Am Bahnhof Mitte ist inzwischen „Dresden für Alle“-Sprecher Eric Hattke eingetroffen. In einem Interview mit dem MDR sagt er, dass er die Mehrheit der Sachsen für unpolitisch halte. Kurz darauf kam Martin Dulig, Sachsens Wirtschaftsminister, vor Ort an.

17:10 Uhr: Die Studenteninitiative „Durchgezählt“ teilt über Twitter mit, dass man die Demo von der Uni gezählt habe. Ergebnis: Zwischen 2000-2500 Menschen.

17:07 Uhr: Auf der Semperoper steht eine große Leinwand. Darauf wird dieser Spruch eingeblendet: „Wir sind kein Bühnenbild für Fremdenhass, Ihre Semperoper.“

17:05 Uhr: Auf dem Theaterplatz befinden sich derzeit etwa 200 bis 300 Menschen. Inwiefern diese alle nachher zur Pegida-Demonstration gehören werden, ist unklar. Einige Touristen befinden sich noch unter ihnen. Hier sthet zudem jede Menge Polizei, ein SZ-Reporter schätz, dass es sich um etwa 50 Mannschaftswagen handelt.

16:55 Uhr: Am Bahnhof Mitte erklärt die SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Friedel den Polizisten aus NRW die politische Lage in Sachsen. „Wir von der SPD haben hier drei Minister.“ Dann werden die Demo-Auflagen besprochen. Friedel ist überrascht, als die Verbindungsbeamtin der Polizei ihr sagt, es müsse ein Ordner für je 50 Teilnehmer aufgestellt werden. Sie war von 100 ausgegangen. „Kriegen wir hin“, sagt die Politikerin. Sie hofft auf 1000 Leute, räumt aber auch ein: „Ich habe selbst ganz viele unpolitische Freunde, die weder mit Pegida noch mit Parteien etwas anfangen können.“ In einer Situation wie jetzt sei ein solches Demokratiedefizit geradezu tragisch. Derzeit sind vielleicht 50 Leute hier,der Beginn ist aber auch erst in gut 30 Minuten. Gerüchte gehen um, dass hier der schwarze Block auftauchen wird.

16:50 Uhr: Jetzt ist der Zug vom Uni-Gelände in Richtung Hauptbahnhof unterwegs, aktuell auf der Hochschulstraße. Geschätz sind es mehr als 1000 Menschen, vor allem Studenten.

16:46 Uhr: Am Schlesischen Platz füllt es sich. Es dürften bereits mehrere Hundert vor allem jüngere Leute sein. Hier soll 17 Uhr die „Dresden nazifrei“-Demo starten.

16:38 Uhr: Am Theaterplatz sind immer mehr Polizeikräfte eingetroffen, um die Pegida-Kundgebung abzusichern.

16:35 Uhr: Der Start an der Uni dauert noch. Grund: Der Lautsprecherwagen ist defekt, genauer gesagt: dessen Stromversorgung. Mittlerweile ist der Fritz-Förster-Platz voll, es dürften nach Schätzungen von SZ-Reportern mehr als 500 Menschen hier sein.

16:25 Uhr: Ein Student an der TU hat als Antwort auf den Pegida-Galgen auch einen Galgen gebastelt. Darauf ist unter anderem „Dresden verteidigen, Pegida verbieten“ zu lesen.

16:25 Uhr: Die von der SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Friedel angemeldete Demonstration vom Bahnhof-Mitte zum Postplatz werden Polizisten aus Nordrhein-Westfalen absichern. Fünf Mannschaftswagen sind hier derzeit vor Ort.

16:20 Uhr: Erste Gegendemonstranten versammeln sich nun auch am Schlesischen Platz vor dem Bahnhof Dresden-Neustadt. Hier soll die Demonstration von „Dresden nazifrei“ um 17 Uhr starten und dann zum Schlossplatz ziehen.

16:13 Uhr: Mittlerweile füllt es sich am Fritz-Förster-Platz. Es dürften mehr als 100 Menschen sein, Tendenz stark steigend.

15:55 Uhr: In 25 Minuten wird vom Fritz-Förster-Platz an der TU Dresden die von „Chemnitz nazifrei“ initiierte Gegendemonstration starten. Aktuell haben sich hier nur wenige Menschen versammelt. Etwa 20 Mannschaftwagen der Polizei sind vor Ort. Diese Demo-Route soll zum Altmarkt führen.

15:30 Uhr: Auf dem Theaterplatz haben mittlerweile die üblichen Pegida-Aufbauarbeiten begonnen. Auch Lutz Bachmann ist bereits vor Ort. Für die Kundgebung kündigt Pegida „zahlreiche internationale Gäste“ an. Darunter ist der streitbare deutsch-türkische Autor Akif Pirinçci.

15:15 Uhr: Während Pegida für die Kundgebung am Theaterplatz aufruft, will sich dem unter dem Motto „Herz statt Hetze“ ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Vereinen und Initiativen entgegenstellen. Insgesamt besteht der Sternlauf aus vier Demonstrationen, die ab 16:20 Uhr zeitversetzt an der Bergstraße, Bahnhof-Mitte, Neustädter Bahnhof und Straßburger Platz starten. Zudem gibt es noch zwei weitere Demonstrationen: „Leipzig nimmt Platz“ und „Die Partei“ wollen sich ebenfalls gegen Pegida positionieren.

15 Uhr: Pegida selbst hat für seine Veranstaltung am Abend auf dem Theaterplatz 15 000 Teilnehmer angemeldet. Die Teilnahmerzahl der Gegendemonstrationen wird auf mindestens 5 000 Personen geschätzt, die Organisatoren hoffen sogar auf mehr als 10 000. Sorge bereiten der mit einem Großaufgebot anwesenden Polizei sowohl Links- als auch Rechtsextremisten, die sich unter die Demonstranten mischen könnten. Im Internet kursieren zudem Gerüchte, wonach auch gewaltbereite Hooligans mobilisieren.

14:30 Uhr: Die Polizei will sich nicht zur Zahl der eingesetzten Beamten äußern. Klar ist allerdings, dass Sachsens Polizei durch Kräfte aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei unterstützt wird.

11:30 Uhr: Im Vorfeld der am Abend auf dem Theaterplatz angesetzten Pegida-Kundgebung hat das König-Johann-Denkmal unter einer Farbbeutel-Attacke leiden müssen. Mehr dazu

10 Uhr: Noch einmal zum Nachlesen: Ein Jahr Pegida: Wie alles begann, warum es nicht endet und was man daraus lernen kann. Hier geht es zum Themenspezial.