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Montag, 03.09.2012

Thielemann: Kulturpalast passt nicht zu Dresden

Der neue Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle, Christian Thielemann, hält den Dresdner Kulturpalast für nicht mehr zeitgemäß.

„Ich finde, er passt da städtebaulich überhaupt nicht hin“, sagte er in einem Interview mit dem Veranstaltungsmagazin „Dresdner“ (September-Ausgabe). Darin kritisiert er auch den Umbau und „die Idee, da so viel Geld reinzustecken“. Thielemann hält es für fraglich, ob es gelingen kann, das Innere zu einem akustisch geeigneten Konzertsaal umzubauen. Zudem sehe er für das Gebäude noch kein überzeugendes Nutzungskonzept.

Thielemann betonte, ihm sei bewusst, dass der Kulturpalast für einige eine „heilige Kuh“ sei. Gleichwohl deutete er an, ein Abriss des DDR-Baus wäre ihm lieber gewesen: „Jetzt, wo die Altstadt daneben wiederersteht, könnte ich mir ja fast radikale Lösungen vorstellen.“

Auf das Angebot, mit der Staatskapelle künftig auch im umgebauten Konzertsaal des Kulturpalasts zu spielen, reagierte er verhalten: „Na, werden wir mal gucken, was wir da machen können.“ (SZ/mk)