erweiterte Suche
Dienstag, 22.01.2008

Teile der slawischen Wallanlage am Kap Arkona abgestürzt

Kap Arkona - Bei dem Kreideabbruch an der Steilküste von der Ostseeinsel Rügen sind auch Teile einer slawischen Wallanlage in die Tiefe gestürzt. Das sagte Andreas Heinemann von der Freiwilligen Feuerwehr Putgarten am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der „Ostsee-Zeitung“. Am Samstag waren südöstlich vom Kap Arkona rund 1500 Kubikmeter Sand, Lehm und Mergel aus einer Höhe von etwa 30 Meter abgerutscht. Die Wallanlage, die bereits in der Vergangenheit zu zwei Dritteln ins Meer gestürzt war, ist der Rest der legendären Tempelburg und Kultstätte der Ranen, die hier zwischen dem 6. und 12. Jahrhundert dem Gott Swantevit huldigten.

Den Abbruch der etwa 40 Meter hohen, 20 Meter breiten und 2 Meter starken Kreideschicht hatte ein Fischer beobachtet. In diesem Winter gab es schon drei größere Kreideabbrüche. Ursache ist nach Angaben des Nationalparkamtes Jasmund der ungewöhnlich niederschlagsreiche Sommer 2007. (dpa)