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Donnerstag, 05.10.2017

Tausalz löst Feuerwehralarm aus

Weißes Pulver an einer Straße sorgte in Geißmannsdorf zunächst für Rätselraten. Nun ist klar, was es war.

Ein weißes Pulver hat vorigen Freitag in Geißmannsdorf für Irritationen gesorgt. Jetzt ist der Fall geklärt.
Ein weißes Pulver hat vorigen Freitag in Geißmannsdorf für Irritationen gesorgt. Jetzt ist der Fall geklärt.

© Rocci Klein

Geißmannsdorf. Das Rätsel um das weiße Pulver ist gelöst, weswegen am vergangenen Freitag die Feuerwehr zur Bischofswerdaer Ortsumfahrung ausrücken musste. Bei dem zunächst unbekannten Stoff habe es sich um Tausalz gehandelt, sagte Gernot Schweitzer, Pressesprecher des Landratsamtes. Vermutungen, wonach an einer Brücke der Umgehungsstraße nahe Geißmannsdorf ein Unkrautbekämpfungsmittel versprüht worden sein könnte, treffen demnach nicht zu. „Die Anwendung von chemischen Unkrautbekämpfungsmitteln ist den Straßenmeistereien grundsätzlich untersagt“, erklärte der Sprecher. Für die angrenzenden Feldflächen habe keine Gefahr bestanden.

Recherchen der SZ ergaben, dass das Tausalz tatsächlich zur Unkrautbekämpfung eingesetzt werden sollte. So etwas sei nicht die Regel, sagte Bischofswerdas Straßenmeister Johannes Kurze. Unkraut an Straßen und Verkehrsanlagen, für die die Straßenmeisterei zuständig ist, werde entweder nur herausgerissen oder per Flamme vernichtet. In diesem Fall sei das bis zu 20 Zentimeter hohe Unkraut zunächst thermisch bekämpft worden. Um den erneuten Aufwuchs zu unterdrücken, habe ein Mitarbeiter danach noch zusätzlich das Salz ausgebracht. „Wir haben den Vorgang ausgewertet und festgelegt, dass die Wildkrautbekämpfung nur noch mechanisch oder thermisch erfolgt“, sagte Gernot Schweitzer. Das Tausalz wurde noch am Freitag entfernt. (SZ)