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Dienstag, 23.02.2016

Tassennotstand beim Striezelmarkt

Weil es beim Spülen zu Problemen kam, standen Kunden in Schlangen. Auch das genutzte Wasser wurde untersucht.

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© Sven Ellger/Archiv

Es sind die wohl beliebtesten Buden auf dem Striezelmarkt: die Glühweinstände des Weinguts Keth und des Sächsischen Staatsweinguts Wackerbarth. Am 28. November mussten die Kunden besonders lange warten, bis sie mit Nachschub versorgt werden konnten. Zwischen 18.45 und 21 Uhr bildeten sich Schlangen. Doch nicht etwa der Wein war leer, sondern es fehlten die Tassen. Das hat auch nichts mit der Posse um die neuen Striezelmarkttassen zu tun, der Spülservice kam nicht hinterher.

Deshalb hakte Linke-Stadträtin Kerstin Wagner nach, stellte eine Anfrage dazu an Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Der räumt in seiner Antwort ein: „Da kam es zu einer vorübergehenden, geringfügigen Überschreitung der zwischen den Händlern und dem spülenden Unternehmen vertraglich vereinbarten Lieferfrist von einer Stunde.“ Grund dafür war, dass beim Spülunternehmen fünf von zehn Mitarbeitern kurzfristig ausgefallen sind. Das Unternehmen beorderte umgehend alle zur Verfügung stehenden Kräfte von anderen Einsatzorten zum Striezelmarkt. Nach einer Weile konnten wieder ausreichend saubere Tassen geliefert werden.

Das zum Spülen genutzte Wasser stammte aus einem Hydranten der Drewag an der Kreuzkirche. Wagner fragte dafür auch das mikrobiologische Untersuchungsergebnis ab. Laut Prüfbericht habe es der Trinkwasserverordnung entsprochen, teilte Hilbert nun mit. (SZ/awe)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 7 Kommentare

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  1. Matze

    Spülerservice und Tassen hängen schon zusammen. Der Geschmack lässt sich ja streiten, aber die Tassen sehen aus schlimmer als alte DDR Keramiktassen, die waren ja fast immer schöner. Abgesehen das bei vielen die Tassen je Jahrgang gesammelt wurden. Die Tassen anfangs an der Frauenkirche analog denen in Regensburg waren (sind) richtig schön. wichtig in der heutigen Zeit alles ändern, ob schön oder hässlich. Und die Kosten?

  2. Werner Tessmer

    Hurraaaaaaaaaaaaaaa. Es geht doch noch.Mal ein Bericht nicht über PEGIDA und Flüchtlinge. Man muss es nur wollen, aber wollen Sie es wirklich?!Es geht einem auf die Nerven, als wenn es nichts andres in Dresden gibt.

  3. Kalle

    Angesichts der aktuellen Geschehnissen, der offensichtlichen Demokratiekriese im Freistaat und dem massiv beschädigten Ansehen Dresdens, finde ich es schon bemerkenswert, dass man sich die Zeit für solche Problemchen nimmt. „Tassennotstand beim Striezelmarkt“ - wenn das hier so weitergeht wie bisher, dann benötigt man weit weniger Tassen, weil keiner mehr kommen wird.

  4. herdubreid

    @Kalle Nun mal halblang, man kann auch aus allem eine Katastrophe machen. Sie werden sehen, Glühwein wird immer getrunken, egal was drin ist. Die Frage ist nur, warum musste etwas geändert werden, was funktionierte? Warum muss man Tassen entsorgen, die ihre Funktion erfüllen? Wird nicht ständig von Nachhaltigkeit geredet? Übrigens kenne ich auch Leute, die die Tassen gesammelt haben, auch wenn sie keinen Designpreis gewinnen würden.

  5. suse

    Haben die Stadträte nichts anderes zu tun, als zu fragen, warum da abends eine Schlange am Glühweinstand steht? Gibt es wirklich nichts wichtigeres in Dresden???

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