sz-online.de | Sachsen im Netz

Sturm trifft Bahnreisende

Tief „Xavier“ sorgte am Donnerstagabend für viele umgestürzte Bäume. Der Zugverkehr in Ostsachsen wurde eingestellt. Die Situation normalisiert sich jetzt.

06.10.2017

fft Bahnreisende
Auch in Bischofswerda schlug der Sturm am Abend zu. Der starke Wind wehte am Donnerstagabend einen Baum auf ein Wohnhaus.

© Rocci Klein

Bautzen. Sturmtief „Xavier“ ist am Donnerstagabend über die Oberlausitz gerast und hat etliche Schäden verursacht. Vor allem umgestürzte Bäume waren es, die für zahlreiche Feuerwehreinsätze sorgten – und für die Einstellung des kompletten Zugverkehrs in Ostsachsen. Einen Busnotverkehr gab es nicht.

Am Freitagvormittag verkehrten die Trilex-Bahnen zunächst wieder zwischen Dresden und Bautzen. Probleme gab es noch in Richtung Görlitz. Unter anderem war zwischen Bautzen und Löbau ein Buspendelverkehr eingerichtet. Ab Löbau Richtung Görlitz wurde eingleisig gefahren. Mittlerweile sind alle Streckensperrungen aufgehoben. Verspätungen sind aber weiterhin möglich.

„Die Räumarbeiten wurden schnellstmöglich abgeschlossen, ich möchte mich bei den zahlreichen Feuerwehren und anderen Helfern bedanken“, sagt Länderbahn Geschäftsführer Andreas Trillmich.Auch das Notfallmanagement von Trilex und Deutscher Bahn, das seit der vergangenen Nacht durch Kundenbetreuer und Führungskräfte der Länderbahn verstärkt wurde, verdiene Lob. Leider seien wenige Busunternehmen zu finden gewesen, die bei dem Unwetter fahren wollten. Deshalb wurden die Fahrgäste mit Kleinbussen und Taxis an ihr Ziel gebracht. Die Verwaltungsmitarbeiter des Trilex unterstützten zusätzlich bis in die Morgenstunden vor Ort an den Bahnhöfen und kümmerten sich um die Reisenden, heißt es von dem Bahnunternehmen. „Es ist gelungen, alle Reisenden mit Hilfe von Kleinbussen und Taxiunternehmen und trotz extremer Witterungsverhältnisse sicher an ihr Ziel zu bringen. Die Reisenden zeigten Verständnis für die außergewöhnliche Situation. Auch dafür bedanken wir uns“, sagt Trillmich.

Feuerwehren im Einsatz

Wegen des Sturmtiefs gab es laut Rettungsleitstelle am Donnerstagabend im Landkreis Bautzen rund 130 Feuerwehreinsätze. In Bischofswerda zum Beispiel stürzte ein Baum an ein Haus. Nach ersten Informationen blieb das Gebäude heil. Die Freiwillige Feuerwehr Bischofswerda beseitigte den Baum und zersägte ihn. Für die Kameraden folgten weitere Einsätze, unter anderem auf der Bahnstrecke zwischen Weickersdorf und Bischofswerda.

In Dahlowitz in der Gemeinde Großdubrau wurde durch den Sturm ein massiver Ast eines rund 25 Meter hohen Baumes abgebrochen. Da die Gefahr bestand, dass der Baum weiter Schaden nimmt und gegebenenfalls auf Häuser stürzt, musste er abgetragen werden. Dazu rückte neben der Feuerwehr Großdubrau auch die Berufsfeuerwehr Bautzen mit der Drehleiter mit an. Bis in die Nacht dauerte der Einsatz an.

n Liebenau bei Kamenz fiel eine Esche auf ein Hausdach. Die Feuerwehren aus Cunnersdorf, Schönbach, Bernbruch und Brauna haben mit Kettensägen den Baum bis in den Abend zersägt. Auch in der Pulsnitzer Schillerstraße stürzte ein Baum um.

Die Feuerwehren von Bautzen – also Berufsfeuerwehr, Ortsfeuerwehr Bautzen-Mitte, Ortsfeuerwehr Stiebitz und Ortsfeuerwehr Salzenforst – rückten bis Mitternacht zehnmal aus. Unter anderem war in der Erich-Pfaff-Straße ein Baum auf eine Garage gefallen. (szo)

www.laenderbahn.com

www.odeg.de/liniennetz-und-fahrplaene/stoerungsmeldungen