erweiterte Suche
Montag, 11.12.2017

Studenten werden zu Asylberatern

Mit einer kostenlosen Rechtsberatung wollen sie Flüchtlingen helfen. Dafür mussten sie erst mal pauken.

Ein Jahr lang haben sie neben dem Studium dafür gelernt, nun können sie endlich helfen. Studenten der TU Dresden haben sich zum Rechtsberater für Asyl- und Aufenthaltsfragen ausbilden lassen. Im Oktober machten sie ihren Abschluss für diese Art von Hilfe. Nun stehen sie Flüchtlingen mit ihrem neu erworbenen Wissen bei. Die Rechtsberatung ist dabei kostenfrei.

Die Studenten arbeiten unter dem Namen „Refugee Law Clinic“. Es ist eine studentische Initiative am Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden. Die Beratung findet nun jeweils mittwochs zwischen 15 und 18 Uhr in den Räumen des Projekts „Wir sind Paten“ am Stephanienplatz 2 und donnerstags von 16 bis 19 Uhr im Bürogebäude am Zelleschen Weg 17 statt. Für geflüchtete Frauen gibt es ein extra Angebot. Sie können jeden zweiten Montag ins Beratungs- und Kulturzentrum „sowieso“ des Vereins Frauen für Frauen kommen.

Parallel zum Beginn des neuen Angebots startete im Oktober 2017 wieder eine neue Ausbildungsrunde. Etwa 30 Studenten sind diesmal mit dabei. In diesem Winter- und im kommenden Sommersemester sammeln sie dabei grundlegende Kenntnisse im Asyl- und Aufenthaltsrecht, um nach Abschluss des einjährigen Lehrgangs geflüchtete Menschen in Deutschland effektiv unterstützen zu können. Im ersten Semester besuchen die Teilnehmer wöchentlich eine Vorlesung zu den Grundlagen des Asyl- und Aufenthaltsrechts und ein parallel laufendes Übungstutorium. In der vorlesungsfreien Zeit gehen sie ins Praktikum. Das findet in Einrichtungen statt, die in der Rechtsberatung tätig sind. Im zweiten Semester werden die Theorie und praktische Erfahrung durch verschiedene Workshops vertieft und erweitert. (jam)